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Weihnachten ist keine Frage von Religion oder Herkunft, sondern eine Frage der Einstellung.
Weihnachten ist keine Frage von Religion oder Herkunft, sondern eine Frage der Einstellung.(Download )
Pfarrer Stefan Weyer kam mit Weihnachtsengel Sukanya Schmidt. Fotos: FH/Pösentrup
Pfarrer Stefan Weyer kam mit Weihnachtsengel Sukanya Schmidt. Fotos: FH/Pösentrup(Download )
10.12.2014

Weihnachten ist eine Sache der Einstellung

Internationale Weihnachtsfeier an der Fachhochschule

Soest. Afrikanische Trommelklänge und indonesische Weihnachtsengel – international wird eine Weihnachtsparty im landläufigen Verständnis wohl eher untypisch gefeiert, aber ebenso wunderschön! Bereits zum 12. Mal richtete der Soester Freundeskreis für die internationalen Studierenden an der Fachhochschule Südwestfalen eine Weihnachtsfeier aus, die zu einem bunten Abend voller schöner Gesten wurde.

„Christmas, children, is not a date. It is a state of mind”, zitierte Prof. Dr. Peter Weber die US-amerikanische Schriftstellerin Mary Ellen Chase, was so viel meint wie, „Weihnachten ist nicht nur ein Tag im Jahr, sondern eine Geisteshaltung.“ Für viele der mehr als 100 Gäste wird das Weihnachtsfest 2014 hier in Deutschland, das erste überhaupt sein. Mehr als 60 Nationen sind auf dem Soester Campus vertreten, darunter Studierende aus Bangladesch, Tadschikistan, Mauritius, Argentinien oder Vietnam. In vielen, aber nicht in allen Heimatländern wird Weihnachten im christlichen Sinn gefeiert. Der feierlichen Stimmung und einem sehr respektvollen und offenen Umgang miteinander, tat das an diesem Abend keinen Abbruch.

„Wir möchten euch ein Stück unserer Kultur näherbringen“, begrüßte Klaus Schubert vom Internationalen Freundeskreis die Studierenden. Stellvertretend für jede anwesende Nation durfte je ein Studierender eine Kerze am Weihnachtsbaum anzünden und in seine Landessprache „Frohe Weihnachten und ein fröhliches neues Jahr“ übersetzen. Stellvertretend für Lehrkräfte und Mitarbeiter der internationalen Studiengänge am Fachbereich Elektrische Energietechnik, zündete Prof. Weber die letzte Kerze an.

Der Nikolaus – alias Pfarrer Stefan Weyer von der benachbarten Ev. Johannesgemeinde – erschien sogleich und gab ein paar hilfreiche Erklärungen, was es mit dem von einer koffeinhaltigen Brause geprägten „Santa Claus“ in Wahrheit auf sich hat. Auch in diesem Jahr half Sukanya Schmidt aus Thailand als Weihnachtsengel, die Schoko-Nikoläuse an die begeisterten Gäste zu verteilen.

Der bewegende Brief eines britischen Frontsoldaten an seine Schwester zur Zeit des ersten Weltkrieges, verlesen von Prof. Weber, stimmte die Gäste vorübergehend nachdenklich. Darin beschreibt der Autor, wie sich britische und deutsche Soldaten zu Weihnachten 1914 auf eine Waffenruhe einigten, Weihnachtsbäume aufstellten, kleine Geschenke austauschten und sich, über die Frontlinie hinweg, gegenseitig Weihnachtslieder vorsangen.Den ersten musikalischen Akzent der Weihnachtsfeier setzte Paul Uti aus Nigeria, der ganz spontan und ohne vorher gemeinsam geprobt zu haben mit Studierenden trommelte. Bis in den späten Abend wurde zu durchaus tanzbarer Musik aus aller Wet getanzt und gefeiert.