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(v.l.n.r.)  J.Wolfgang Kirchhoff, Rektor Prof. Dr. Claus Schuster, Preisträger Florian Ernst, Daniel Loock, Martin Goretzky, Prorektor Prof. Dr. Erwin Schwab
(v.l.n.r.) J.Wolfgang Kirchhoff, Rektor Prof. Dr. Claus Schuster, Preisträger Florian Ernst, Daniel Loock, Martin Goretzky, Prorektor Prof. Dr. Erwin Schwab(Download )
15.01.2015

Ausgezeichnete Arbeiten

Drei Studierende auf Jahresempfang der Fachhochschule Südwestfalen mit dem Dr. Kirchhoff-Preis geehrt

Hagen. Im Rahmen des Jahresempfangs 2015 der Fachhochschule Südwestfalen, zu dem Rektor Prof. Dr. Claus Schuster gestern (14.01.2015) in Hagen über 200 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Hochschule begrüßte, wurden auch die diesjährigen Preisträger des Dr. Kirchhoff-Preises geehrt. Ausgezeichnet wurden Florian Ernst, Martin Goretzky und Daniel Loock für ihre herausragenden Abschlussarbeiten.

Der Dr. Kirchhoff-Preis geht in diesem Jahr an Florian Ernst (Standort Soest), Martin Goretzky (Standort Meschede) und Daniel Loock (Standort Hagen). Die gleichberechtigten Auszeichnungen sind mit jeweils 1.500 Euro dotiert und werden vom Verband der Metall- und Elektroindustrie Nordrhein-Westfalen e.V. gestiftet in Würdigung der Verdienste von Dr.-Ing. Jochen F. Kirchhoff für die nordrhein-westfälische Metall- und Elektro-Industrie. Die prämierten Abschlussarbeiten entstanden in enger Zusammenarbeit mit der Industrie und ragten aufgrund ihres hohen Innovationsgehaltes heraus.
 
Florian Ernst beschäftigte sich in seiner Abschlussarbeit mit der Prozessoptimierung eines eigenbewirtschafteten Lieferanten-Logistik Zentrums. Der Absolvent des Studiengangs „Engineering and Project Management“ wählte dafür als Beispiel die Kleinladungsträger-Kommissionierung für die Versorgung der Fahrzeugproduktion im Mercedes-Benz-Werk in Rastatt. Ernst zeigte in seiner Arbeit auf, wie die Optimierung im internen Materialversorgungsprozess einer Produktion mit relativ geringen Investitionskosten erreicht werden kann und deckte damit enorme Einsparpotenziale auf. Da Florian Ernsts Arbeit einen starken praktischen Bezug aufweist, kann die Daimler Benz AG seine Konzepte direkt integrieren.

Martin Goretzky, Absolvent des Studiengangs „Informations- und Kommunikationssysteme und deren Management“, arbeitete für seine Masterarbeit mit der Firma Infineon in Warstein zusammen und widmete sie der Entwicklung eines Prototyps, der die Fernwartung eines intelligenten Leistungsmoduls möglich macht. Derartige Module werden beispielsweise in Windkraftanlagen eingesetzt. Über eine Datenschnittstelle des Prototyps erfolgt das Lesen und Schreiben diverser Betriebsparameter (Temperatur, Leistung etc.)  des Leistungsmoduls. Neben dieser Kommunikation ist zudem eine Fehlerüberwachung über einen Webserver integriert. Goretzky demonstrierte die Ergebnisse seiner Arbeit sowie den Prototyp im Unternehmen und stieß dabei auf großes Interesse.

Daniel Loock erhielt den Dr. Kirchhoff-Preis für seine Bachelor-Arbeit „Analyse und Verbesserung der Ladungssicherheit für Planenfahrzeuge“, die in Zusammenarbeit mit der Firma Schmitz Cargobull in Altenberge entstand. Der Absolvent des Studiengangs „Wirtschaftsingenieurwesen“ hatte zum Ziel seiner Arbeit erklärt, die aktuelle Situation der Ladungssicherung für Planenfahrzeuge zu verbessern. So analysierte er zunächst, dass sich Zurrgurte zwar am besten zur Ladungssicherung eignen, allerdings mit großen  Defiziten behaftet sind. Schließlich konzipierte er ein neues Ladungssicherungssystem, das die Defizite der Zurrgurte überwindet und schließlich von Schmitz Cargobull zum Patent angemeldet wurde.

Prof. Dr. Erwin Schwab, Prorektor für Forschung und Technologietransfer stellte die Preisträger und ihre Arbeiten vor. J. Wolfgang Kirchhoff überreichte die Preise im Namen seines Vaters. „ Es ist seit 17 Jahren jedes Mal wieder ein Highlight und eine Freude zu sehen, welche Ergebnisse in diesen Abschlussarbeiten erzielt werden“. Kirchhoff lobte die Praxisnähe zu den Unternehmen und die innovativen Ideen der Preisträger, die zu erheblichen Kosteneinsparungen in den beteiligten Unternehmen geführt haben. Die Fachhochschule Südwestfalen, so Kirchhoff, sei für die Region von herausragender Bedeutung. „Wir haben hier starke Unternehmen, die Fachhochschule ist ein Schlüsselelement für Bildung und Innovation und ein ganz besonderer Baustein, um die Qualität in der Region zu erhalten“.