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Großer Empfang für den neuen Traktor: (v.li.) Janina Ostendorf, Peter Wetzel, Ansgar Koenen, Prof. Dr. Bodo Mistele, Jörg Sudhoff, Dekan Prof. Dr. Jürgen Braun und Bernd Westhoff Foto: FH/Grauer
Großer Empfang für den neuen Traktor: (v.li.) Janina Ostendorf, Peter Wetzel, Ansgar Koenen, Prof. Dr. Bodo Mistele, Jörg Sudhoff, Dekan Prof. Dr. Jürgen Braun und Bernd Westhoff Foto: FH/Grauer(Download )
26.01.2015

Studium am „technischen Objekt“

Soester Fachbereich Agrarwirtschaft investiert in Hightech-Traktor

Soest. Ohne Theorie geht es im Studium nicht. Als willkommene Abwechslung bietet der Soester Fachbereich Agrarwirtschaft seinen Studierenden aber zahlreiche praktische Angebote. So wird das Studium am „technischen Objekt“, einem neuen 230 PS-starken Traktor der Firma Claas, sicher auch viele Jahrgänge begeistern.

243 PS, auf der Straße gut 50 Stundenkilometer schnell – der Claas Axion 830 CMATIC ist ein Musterbeispiel für neue Traktoren, die heute in der heimischen Landwirtschaft zum Einsatz kommen. „Die Maschine verfügt über eine technische Vollausstattung, ist computergesteuert und kann mit anderen Landmaschinen kommunizieren“, skizziert Prof. Dr. Bodo Mistele die technischen Eckdaten. Gemeinsam mit dem Dekan des Fachbereichs, Prof. Dr. Jürgen Braun, nahm er die imposante Maschine jetzt von einer Delegation der Firma Claas entgegen. 240.000 Euro kostet das Modell üblicherweise. Der Fachhochschule gewährte das Unternehmen Claas aber einen „Forschungsrabatt“.

Hauptsächlich soll der neue Trecker in der Lehre eingesetzt werden. Die Studierenden können am Objekt Grundlagen der Technik wie beispielsweise Hydraulik, Motor, Anschluss weiterer landwirtschaftlicher Geräte, elektronische Elemente und vieles mehr studieren. Gegebenenfalls kann das Modell auch für Forschungsarbeiten herangezogen werden oder Thema für eine Bachelor-Arbeit liefern.

Bis sie mit dem Traktor fahren dürfen, müssen sich die Studierenden wohl noch etwas gedulden. Einfach einsteigen und losfahren funktioniere bei einem modernen Traktor mit äußerst komplexer Technik nicht, so Professor Mistele. Hinzu komme das Problem der irreversiblen Bodenverdichtung in den unteren Erdschichten. Die Folge: Der Boden ist schlecht durchlüftet, Wasser kann schlechter versickern und die Erträge sinken aufgrund der nachteiligen Nebeneffekte. Um den Ackerboden zu schützen, sollte die Fläche also möglichst wenig befahren werden. Der Fachbereich Agrarwirtschaft ist aber auf der Suche nach geeigneten „Fahrtrainingsflächen“.

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