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Paula Schiemann (re.) durfte während des Praktikums zahlreiche Versuche durchführen. Hier überprüft sie zusammen mit Miroslaw Materzok die Abbildungsgleichungen für optische Linsen. Foto: FH/Pösentrup
Paula Schiemann (re.) durfte während des Praktikums zahlreiche Versuche durchführen. Hier überprüft sie zusammen mit Miroslaw Materzok die Abbildungsgleichungen für optische Linsen. Foto: FH/Pösentrup(Download )
27.01.2015

Frühe Begeisterung für Naturwissenschaften

Schülerin lässt im Physiklabor der Fachhochschule die Funken fliegen

Soest. Dass Naturwissenschaften eher ein Jungs-Thema sind, hält sie für ein Gerücht: Paula Schiemann nutzte jetzt ihr Schülerbetriebspraktikum an der Fachhochschule Südwestfalen, um erste Praxiserfahrungen im Fach Physik zu vertiefen.

Paula Schiemann ist Schülerin am Conrad-von-Soest-Gymnasium. Das Schülerbetriebspraktikum dauert zweieinhalb Wochen und gehört zum Pflichtprogramm in der neunten Klasse – für die junge Soesterin allerdings auch eine willkommene Abwechslung zum Schulalltag. Paula kennt die Fachhochschule und das Team im Physiklabor der Fachhochschule bereits seit ihrem Besuch der Physik-AG in 2014. „Damals habe ich zwar noch nicht so genau gewusst, wozu die Versuche gut waren, aber großen Spaß gemacht hat es trotzdem“, so die 15- Jährige. Paulas Begeisterung für Naturwissenschaften ist familiär bedingt. Ihr Vater hat Mathematik und Physik studiert, ihre Mutter Geografie. „In meiner Familie sind alle Physik-Fans. Wir hatten sogar einen Adventskalender, bei dem meine Geschwister und ich jeden Tag eine kleine Physikaufgabe gelöst haben.

Einen konkreten Berufswunsch hat Paula Schiemann noch nicht. Miroslaw-Peter Materzok hat die Schülerin während des Praktikums betreut: „Mir ist wichtig, junge Leute so früh wie möglich an Naturwissenschaften heranzuführen. Wenn sie sich dann nach dem Schülerpraktikum bei uns dafür entscheiden, ein naturwissenschaftlich-technisches Fach zu studieren, ist das eine tolle Sache“, begründet der Laboringenieur, warum bereits Praktikanten in der Mittelstufe willkommene Gäste an der Fachhochschule sind. Er sorgte dafür, dass die Schülerin einen umfassenden Einblick in alle Aufgaben, die in einem Labor anfallen, erhielt. Dazu zählte auch, Versuche auf- und abzubauen oder beim Umräumen zu helfen, aber nicht nur: „Ich habe die Funktionsweise eines Elektro- Motors dokumentiert, einen Umkehrkreisel in Aktion gefilmt, eine Powerpoint- Präsentation erstellt und eine ganze Reihe von Versuchen durchgeführt. So habe ich die die Brennweiten von Linsen bestimmt, mit dem Prismenspektralapparat die Spektrallinien verschiedener Elemente vermessen und Versuche aus dem Bereich Elektrostatik durchgeführt“, beschreibt die 15-Jährige ihre Tätigkeiten der vergangenen Wochen. Ganz selbstverständlich jongliert sie dabei mit wissenschaftlichen Begriffen und erklärt, mit respektvollem Abstand zum Versuch, wie und warum der Bandgenerator Funken springen lässt.

Löten – diese praktische Übung hat sich Paula Schiemann zum Abschluss ihres Praktikums gewünscht. Eine Platine in Form der Zeichentrickfigur „SpongeBob“, besetzt mit farbigen LEDs, wird es werden. Nicht unbedingt Paulas Fall, aber die jüngeren Brüder werden sicher begeistert sein, eine physikbegeisterte große Schwester zu haben.

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