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Planung von Projektschritten und Terminen: Bausteine des Projektmanagements
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Prof. Dr. Elmar Holschbach
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28.01.2015

Fit fürs Projektmanagement

Studierende können an der Fachhochschule Südwestfalen das „Basiszertifikat Projektmanagement“ erwerben

Meschede. Dass sie fit für Projektmanagement sind, haben seit dem Wintersemester 2014/15 zehn Studierende der Fachhochschule Südwestfalen in Meschede schriftlich. Sie nutzten als Erste die Möglichkeit, das „Basiszertifikat im Projektmanagement“ der Deutschen Gesellschaft für Projektmanagement e.V. (GPM) zu erwerben und damit ihre berufliche Qualifikation während des Studiums zu verbessern.

Welche fatalen Auswirkungen schlechtes Management auf den Erfolg von Projekten haben kann, machen Beispiele wie das LKW-Mautsystem oder der Bau des Flughafens Berlin-Brandenburg deutlich. Während im ersten Fall die verzögerte Einführung zu geschätzten Einnahmeausfällen von ca. 3,5 Milliarden Euro führte, übersteigen die Baukosten im zweiten Fall die Planungen derzeit um rund 2,6 Milliarden Euro.

Bei den oben genannten Beispielen handelt es sich um nationale Großprojekte mit vergleichsweise hoher Komplexität. „Aber auch viele mittelständische Unternehmen klagen über das mangelnde Know-how ihrer Projektleiter und -mitarbeiter bei der Umsetzung von Fachprojekten“, weiß Prof. Dr. Elmar Holschbach. Er unterrichtet - neben Beschaffungs- und Qualitätsmanagement - auch  Projektmanagement in Meschede.

Damit ihre künftigen Absolventen besser auf die Rolle des Projektleiters oder -mitarbeiters vorbereitet werden, hat die Fachhochschule Südwestfalen die Ausbildung in diesem Bereich intensiviert. Holschbach erweiterte und vertiefte die Lehrinhalte im Fach Projektmanagement. So erhalten die Studierenden neben Einblicken in die Planung von Projektterminen, -kosten und -abläufen auch Kenntnisse im Abschluss von Projektverträgen, im Projektcontrolling sowie im Umgang mit Veränderungen.

Neu ist auch, dass Studierende in den Wirtschaftsstudiengängen das Basiszertifikat im Projektmanagement der GPM erwerben können. Dieses setzt auf Projektmanagement-Kennen und -Wissen, eigene Projektmanagement-Erfahrung wird nicht vorausgesetzt. Mit dem Basiszertifikat erhalten die Teilnehmer eine international anerkannte Bestätigung ihrer neu erworbenen Fähigkeiten. „Das Zertifikat kann bei späteren Bewerbungen einen vielleicht entscheidenden Vorteil bieten“, meint Holschbach. Geplant ist, das Zertifikat auch Studierenden des Wirtschaftsingenieurwesens anzubieten. Aufbauend auf dem Basiszertifikat können die Studierenden nach ihrem Studium weitere Zertifikate der GPM erwerben, die fortgeschrittene Kompetenzen im Projektmanagement belegen.

Hintergrund

Projektmanagement wird als Managementaufgabe gegliedert in Projektdefinition, Projektdurchführung und Projektabschluss. Ziel ist, dass Projekte richtig geplant und gesteuert werden, dass die Risiken begrenzt, Chancen genutzt und Projektziele qualitativ, termingerecht und im Kostenrahmen erreicht werden (Quelle: www. wirtschaftslexikon.gabler.de)

Die GPM ist die deutsche Projektmanagement-Gesellschaft der International Project Management Association (IPMA). Unter dem Dach der IPMA haben sich über 50 nationale Projektmanagement-Gesellschaften auf notwendige Projektmanagement-Kompetenzen sowie Qualitätsprinzipien und Bewertungsmaßstäbe zu ihrer Überprüfung geeinigt. Als Dachverband verzeichnet sie mehr als 40.000 Mitglieder. Die IPMA wurde 1965 gegründet, ihr Sitz ist in den Niederlanden. Einmal jährlich richtet eine Member Association den IPMA World Congress aus. Mehr Informationen: www.gpm-ipma.de