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Dr. Reinhold Ewald (2. v. li.) und Prof. Dr. Metin Tolan (Mitte) waren die Referenten des letzten Hagener Hochschulgesprächs des Wintersemesters 2014/15. Die von Prof. Dr. André Coners organisierte Vortragsreihe erwies sich als wahrer Publikumsmagnet
Dr. Reinhold Ewald (2. v. li.) und Prof. Dr. Metin Tolan (Mitte) waren die Referenten des letzten Hagener Hochschulgesprächs des Wintersemesters 2014/15. Die von Prof. Dr. André Coners organisierte Vortragsreihe erwies sich als wahrer Publikumsmagnet(Download )
04.02.2015

Starke Themen wecken Interesse

Eine Bilanz der Hagener Hochschulgespräche 2014/15

Hagen. Die Hagener Hochschulgespräche erwiesen sich im Wintersemester 2014/15 als wahrer Publikumsmagnet. Unter dem Leitthema„Faszination Technik“ hatte Organisator Professor Dr. André Coners mit Unterstützung des Vereins der Freunde ein Programm zusammengestellt, das ganz offensichtlich Interesse in Hagen und Umgebung geweckt hatte.

Nachdem bereits das Auftaktgespräch mit der provokanten Fragestellung „Reproduktionsmedizin - auf dem Weg zum geklonten Menschen?“ ein Thema mit großer ethischer Brisanz  in den Hörsaal holte, erweckte auch die zweite Veranstaltung einen Geist zum Leben, vor dem heute eigentlich kaum noch jemand die Augen verschließen kann. Unter dem Titel „Das Internet – Globalisierungs- und Durchleuchtungsmaschine“  legte Falk Garbsch vom Chaos Computer Club den Finger in eine Wunde, die wahrscheinlich längst noch nicht jeder wirklich spürt. „An Datensicherheit hat bei der Entwicklung des Internets niemand gedacht. Diese jetzt mal eben nachzurüsten geht nicht. Sie können aus einem Traktor auch keinen Geldtransporter machen“, fand Garbsch deutliche Worte.

Das dritte Hochschulgespräch des Semesters bilanzierte die Energiewende und richtete anschließend einen Blick in deren Zukunft.  Neben René Röspel, Mitlgied des Bundestages für die SPD, referierte Andreas Huber, Geschäftsführer Club of Rome Deutschland. Huber strich heraus, dass die Energiewende nicht vorrangig aufgrund ausgehender Ressourcen notwendig sei, sondern wegen steigender CO2-Belastungen und dem daraus resultierenden Klimawandel. Den Lösungsansatz fand er in der Wüste. „Dort gibt es riesige Potenziale“, sagte Huber, „Sonnenenergie kann dort Tag und Nacht gewonnen werden. Und es gibt viele Wüsten.“
All diese Wüsten hat Dr. Reinhold Ewald von ganz weit oben gesehen.  Der ehemalige Raumfahrer der Europäischen Weltraumorganisation ESA, neben Prof. Dr. Metin Tolan Referent beim letzten Gespräch des Semesters, verbrachte mehrere Wochen an Bord der Raumstation Mir. Erzählerisch eindrucksvoll schärfte er die Sinne des Publikums für die Schönheiten des Blauen Planeten. Um diese zu erkennen müsse man zwar nicht unbedingt ins All fliegen, aber man sehe sie hier unten viel klarer, wenn man einmal dort oben war.