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(v.li.) Veronika Peters, Maik Schröer, Carmen Friedrich und Philipp Strake machten sich jetzt in ihren frisch polierten Renaults 4 auf den Weg.
(v.li.) Veronika Peters, Maik Schröer, Carmen Friedrich und Philipp Strake machten sich jetzt in ihren frisch polierten Renaults 4 auf den Weg.(Download )
09.02.2015

Zwei R4-Teams starten Tour durch Europa

Studierende der Fachhochschule wollen Hilfsmittel zu Kindern bringen

Soest. Knapp 7.000 Kilometer in 24 Tagen und maximal 80 Stundenkilometer auf dem Tacho – die vier Studierenden der Fachhochschule Südwestfalen sind keinesfalls auf einem „entschleunigenden Selbstfindungstrip“. Sie wollen Hilfsmittel zu drei Einrichtungen entlang der selbst gewählten Route durch Europa bringen, in zwei betagten, aber technisch noch frischen Renaults 4.

„Reisen statt rasen“, titelt Veronika Peters lachend das Motto der Tour. Gemeinsam mit Maik Schröer, Philipp Strake und Carmen Friedrich will sie sich am Samstagmorgen (07.02.) vom Soester Campus aus im R4 auf den Weg machen. Über Prag, Budapest, Sofia und Bratislava geht es nach Athen, Rom, Toulouse, Paris und wieder zurück nach Soest. Sicher wollen die beiden Zweierteams unterwegs viel erleben, neue Eindrücke gewinnen, fremde Städte kennenlernen. Hauptsächliches Ziel der Tour ist es aber, Lebensmittel, Schulmittel und Spielzeug an Bedürftige zu verteilen. Erster Halt wird demnach ein Kinderheim in Timişoara, Rumänien, sein. „Wir haben im Vorfeld recherchiert, was ist wo in Europa los, wo ist der Bedarf am größten und haben uns dann die Route entsprechend selbst ausgedacht“, berichtet Carmen Friedrich von den Vorbereitungen. Den Kontakt zum rumänischen Kinderheim habe die Bundeszentralstelle für Auslandsadoption hergestellt. „Die Leute dort freuen sich schon total auf uns und schreiben täglich E-Mails“, freut sich die Studentin auf das erste Treffen. Die zweite Station wird ein Haus der gemeinnützigen Organisation „The smile of a child“ in Athen sein. Dritter Halt Rom, im vom Jesuiten-Flüchtlingsdienst unterhaltenen „Centro Astalli“. Ein weiterer Stopp ist in Toulouse geplant. Dort haben sich die Vier mit den Kindern einer kooperierenden Schule verabredet. Diese haben weitere Hilfsmittel gesammelt, die wiederum per R4 zu Kindern in Paris gebracht werden sollen.

Großer Dank gelte allen Sponsoren, so die Fahrerinnen und Fahrer einstimmig. Hauptsponsor ist die Maschinenfabrik Bernhard Krone GmbH. Sollten die Teams auf ihrer Fahrt wider Erwarten mit technischen Problemen zu kämpfen haben, dürfen sie auf technischen Support in den europäischen Niederlassungen des Landmaschinenherstellers bauen. Für kleinere „Blessuren“ hat Chef-Mechaniker Maik Schröer Ersatzteile wie Schläuche, Sicherungen und Leuchtmittel eingepackt. Ein Navigationsgerät gibt es nicht an Bord. Stattdessen wird nach Landkarten, Kompass und Augenmaß gefahren. Dass sich die vier während der Tour gegenseitig auf die Nerven gehen ist möglich, aber unwahrscheinlich. Denn auch abseits der Straße sind die Studierenden Freunde und keine künstlich gecastete „Rallye-Truppe“. So haben sie sich auch gemeinsam dagegen entschieden, an der ursprünglich geplanten jährlich stattfindenden „Renault 4L-Trophy“ von Paris nach Marrakesch teilzunehmen. Das Sicherheitsrisiko war ihnen, nach Warnung des Auswärtigen Amts, zu hoch. Drei weitere angemeldete R4-Teams der Fachhochschule Südwestfalen werden aber wie geplant Mitte Februar an den Start gehen.

www.fh-swf.de/soest
www.r4teamwestfalen.de