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(v.li.) Erfrischend unaufgeregt: Marcel Redeker, Björn Tumulla (hintere Reihe), Fabian Horstkötter, Nele Rost, Lukas Siepmann und Hardy Köckemann gingen auf große Tour in „alten Schätzchen“. Foto: FH/Pösentrup
(v.li.) Erfrischend unaufgeregt: Marcel Redeker, Björn Tumulla (hintere Reihe), Fabian Horstkötter, Nele Rost, Lukas Siepmann und Hardy Köckemann gingen auf große Tour in „alten Schätzchen“. Foto: FH/Pösentrup(Download )
25.02.2015

Deutsches TÜV-Siegel ist die halbe Miete

Sechs Studierende der FH wagen das Abenteuer Wüste im R4-Kultmobil

Soest. Im Morgengrauen und bei eisigen Temperaturen ist heute (16.02.) das „R4 Team Westfalen“ in Renaults 4 in Richtung Frankreich gestartet. Die sechs Studierenden der Soester Fachbereiche Elektrische Energietechnik und Maschinenbau-Automatisierungstechnik wollen an der legendären „4L Trophy“ von Paris nach Marrakesch teilnehmen. Der Weg führt durch die Wüste – eisig wird es also nicht bleiben.

„Viele neue Eindrücke sammeln, Leute kennenlernen, andere Länder sehen und vor allem: Heil ankommen!“ – das haben sich die Studierenden fest vorgenommen. Für den Start hatten die fünf Fahrer und eine Fahrerin ihre kultigen Kastenwagen herausgeputzt und teils bis zuletzt noch daran geschraubt. Lukas Siepmann und Björn Tumulla (Team Grün), Marcel Redeker und Fabian Horstkötter (Team Orange) sowie Nele Rost und Hardy Köckemann (Team Rot) werden gleich am ersten Tag 540 Kilometer bis nach Moulin, Frankreich, zurücklegen. Weiter geht es dann nach Biarritz, wo die Soester Studierenden auf die anderen rund 1.500 teilnehmenden R4-Teams aus ganz Europa treffen und am 19. Februar gemeinsam den eigentlichen Start der mehr als 6.000 Kilometer langen Rallye „zelebrieren“ wollen. Über Orléans, Bordeaux, Madrid und Málaga geht die bunte Tour, um später auf dem Seeweg die Straße von Gibraltar zu überqueren. Erste Wüstenluft werden die Studierenden beim Durchqueren der marokkanischen Sahara schnuppern, bevor es dann am 01. März hoffentlich für alle Teams heißt, „Ziel erreicht.“ 

Bereits im sechsten Jahr nehmen Studierende der Fachhochschule Südwestfalen an der Rallye teil. Die Tour geht auf die Idee sechs französischer Studenten zurück, die 1998 erstmals das Abenteuer durch die Wüste im einstigen Kultmobil der französischen Studentenbewegung wagten. Keineswegs handelt es sich dabei um eine studentische Jux-Tour. Wie seine Vorgänger, hat auch das „Team Westfalen 2015“ jeweils mehr als 50 Kilogramm Schulmaterial und Lebensmittel für marokkanische Kinder an Bord. Herzlicher Dank gelte allen Sponsoren und Unterstützern, so die Studierenden einstimmig. Auch geht es bei der Rallye nicht um Schnelligkeit, sondern um Teamgeist, Durchhaltevermögen und Sportlichkeit, denn der Streckenabschnitt in der Wüste muss mit Kompass, Karte und Roadmap bewältigt werden.

Voraussetzungen für die Teilnahme sind die Immatrikulation als Studierender und ein fahrtüchtiger R4, was in Biarritz kurz vor dem Start von den Veranstaltern überprüft wird. „Das wird n‘ Klacks werden“, lacht Lukas Siepmann, gut „behütet“ mit 4L-Strickmütze von Oma Elfriede. Schließlich glänzen die Oldtimer bereits mit einem deutschen TÜV-Siegel. Begleitet werden die Teams während der Rallye von Ärzten, Mechanikern und weiteren Helfern. Zusätzlich soll das Miltär die Camps entlang der Route sichern. Ursprünglich war der Tourstart mit fünf Fahrzeugen geplant. Zwei Teams hatten aufgrund einer Warnung des Auswärtigen Amtes abgesagt und waren stattdessen auf eigene humanitäre Tour durch Europa gegangen. Wegen eines technischen Defekts mussten sie ihre Rallye leider vorzeitig abbrechen