Pressearchiv

Bilder

Foto (v.l.n.r.) René Röspel, Christel Voßbeck-Kayser, Dr. Matthias Heider, Inge Blask, Rektor Prof. Dr. Claus Schuster, Angela Freimuth, Prorektorin Christine Kohring, Kanzler Heinz-Joachim Henkemeier
Foto (v.l.n.r.) René Röspel, Christel Voßbeck-Kayser, Dr. Matthias Heider, Inge Blask, Rektor Prof. Dr. Claus Schuster, Angela Freimuth, Prorektorin Christine Kohring, Kanzler Heinz-Joachim Henkemeier(Download )
13.03.2015

„FH ist eine besonders positive Marke“

Heimische Landtags- und Bundestagsabgeordnete trafen sich zum Informationsaustausch in der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn

Iserlohn. Mittlerweile ist es zur guten Gewohnheit geworden, dass sich die heimischen Abgeordneten einmal im Jahr zum Informationsaustausch mit dem Rektorat der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn treffen. In diesem Jahr konnte Rektor Prof. Dr. Claus Schuster die Abgeordneten MdL Inge Blask (SPD), MdL Angela Freimuth (FDP), MdB Dr. Matthias Heider (CDU), MdB René Röspel (SPD) und MdB Christel Voßbeck-Kayser (CDU) zum gemeinsamen Frühstück am Frauenstuhlweg begrüßen.

„Wir haben uns schon immer als Innovationstreiber des Mittelstandes im industriellen Herzen von NRW verstanden und seit der Regionale, die Südwestfalen als drittgrößte Industrieregion Deutschlands vermarktet, wissen wir auch, dass es stimmt“ verwies Schuster gleich zu Beginn auf das Strukturförderprogramm des Landes, in dem sich die Fachhochschule Südwestfalen in den vergangenen Jahren stark engagiert hat und auch weiter engagieren wird: „Wir stehen massiv hinter einer Fortführung der Aktivitäten“.

Viel Gesprächsstoff gab es auch diesmal am runden Tisch. Die Studierenden-zahlen, so erfuhren die Abgeordneten, sind weiter gestiegen. Mit über 13.000 Studierenden seien aber langsam die Grenzen des Wachstums erreicht, sagte Schuster auch mit Blick auf den demografischen Wandel. Eine besondere Herausforderung sei es heute, die Studierenden, die mit sehr unterschiedlichen Bildungsbiografien zum Studium kämen, mit didaktischen Methoden anzusprechen, die zu ihrem Bildungsabschluss passen: „Wir wollen die jungen Leute da abholen wo sie stehen“. Das von der Fachhochschule entwickelte sogenannte „Studium flexibel“ sei von den Studierenden sehr positiv angenommen worden. Bei diesem Studienmodell wird das erste Studienjahr auf zwei Jahre gestreckt, und die Studierenden erhalten während dieser Zeit ein umfangreiches Coaching. Schuster begrüßte die Einführung des Landesmasterprogramms, mit dem das Land die Schaffung neuer Masterstudienplätze fördert und betonte, dass die Fachhochschule Südwestfalen in den Ausbau der berufsbegleitenden Masterstudiengänge investieren werde.

Schuster berichtete weiter, dass den Hochschulen nach wie vor eine nachhaltige Finanzierung fehle: „Wir haben dadurch eine hohe Anzahl von befristeten Beschäftigungsverhältnissen. Die Mitarbeiter brauchen wir auch langfristig, um eine gute Lehre und Forschung gewährleisten zu können.“ Und Kanzler Heinz-Joachim Henkemeier ergänzte: „Wir haben eine Menge Programmfinanzierung in NRW aber keine dauerhafte Finanzierung“. Bei den politischen Gästen stießen beide damit auf offene Ohren und lieferten gleichzeitig auch das Stichwort für eine intensive und lebhafte Diskussion über die Weiterentwicklung des Wissenschaftssystems. Schuster plädierte für eine stärkere Konzentration der Ressourcen und für die Förderung besonders leistungsstarker Universitäten und Fachhochschulen: „Wir können nicht alle bedienen“. Einig waren sich alle in der Beurteilung, dass Fachhochschulen gerade im Bereich anwendungsbezogener Forschung stärker finanziert werden müssen. Von den Anwesenden wurde es auf den Punkt gebracht: „Fachhochschule ist eine besonders positive Marke.

Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand –ZIM, ein bundesweites, technologie- und branchenoffenes Förderprogramm für mittelständische Unternehmen und mit diesen zusammenarbeitende wirtschaftsnahe Forschungseinrichtungen sollten aus Sicht der Politiker mehr Unternehmen in Südwestfalen nutzen und mit den Hochschulen zusammenarbeiten. „Wir haben mit diesem Programm viel Erfahrung und Expertise“, betonte Schuster. Verabredet wurde, gemeinsam mit den ZIM-Förderbeauftragten aus dem Bundeswirtschaftsministerium eine entsprechende Informationsveranstaltung für Unternehmen in der Fachhochschule durchzuführen.