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19.03.2015

7. Südwestfälischer Energietag an der FH Südwestfalen:

NRW wird zum Kompass für die Energiewende

Rund 300 Experten und Interessierte kamen am heutigen 18. März zum 7. Südwestfälischen Energietag. Der Tag wurde von der Fachhochschule Südwestfalen auf dem Campus Soest veranstaltet. Die FH kooperierte dabei mit der EnergieAgentur.NRW, den Industrie- und Handelskammern aus Arnsberg, Hagen und Siegen sowie dem IHK- Verbund NRW. "Effizienz - Erneuerbare Energien - Wettbewerbsfähigkeit" standen im Mittelpunkt der Veranstaltung. Die Inhalte der Tagung richteten sich an Fach- und Führungskräfte aus Unternehmen, Kommunen, Land- und Forstwirtschaft sowie an interessierte Privatpersonen.

„Mit dem 7. Südwestfälischen Energietag sollen weitere Impulse für einen Umbau der Energieversorgung Südwestfalens hin zu einer höheren Effizienz, zu mehr erneuerbaren Energien sowie zu geringeren Kosten gegeben werden. Dabei sollte eine Erhöhung der regionalen Wertschöpfung angestrebt werden, um auf diese Weise das Geld in der Region zu belassen und neue Arbeitsplätze in der Region zu schaffen“, erklärte Veranstalter Prof. Dr.-Ing. Christoph Kail von der FH Südwestfalen. „Der Ausbau der Windenergie und der gekoppelten Erzeugung von Strom und Wärme in dezentralen Blockheizkraftwerken sind beispielsweise geeignete Maßnahmen, um diese Ziele zu erreichen. 

„Die Fachhochschule Südwestfalen“, so Prof. Kail weiter, „versteht sich mit ihren zahlreichen Lehr- und Forschungsbereichen auf dem Gebiet der Energietechnik als Ansprech- und Kooperationspartner beim Know-how-Transfer. Die Ausstattung der Labore der FH mit modernsten Energietechniken, wie Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen auf Basis von Brennstoffzellen und Verbrennungsmotoren oder Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien wie Wärmepumpen, Solarkollektoren und Kaminöfen, gewährleistet eine praxisorientierte Ausbildung an zukunftsfähigen Energieanlagen. Wir bilden Energiefachleute für den regionalen Arbeitsmarkt aus, die bereits während des Studiums und auch in ihren Abschlussarbeiten den Unternehmen ihr Wissen zur Verfügung stellen.“

„Mit der Umwelt- und Klimaschutzpolitik in NRW sind enorme ökologische und ökonomische Chancen verbunden“, erläuterte Uwe H. Burghardt von der EnergieAgentur.NRW in Vertretung des Geschäftsführers Dr. Frank-Michael Baumann. „In der Landesförderung progres.nrw wurden seit Bestehen des Programms mehr als 80.000 Einzelvorhaben mit mehr als 800 Mio EUR aus Mitteln des Landes und der EU unterstützt. Mehr als 27 Prozent des Stromverbrauches und rund 12 Prozent des gesamten Endenergieverbrauchs (Strom, Wärme, Mobilität) in Deutschland stammten 2014 aus erneuerbaren Energien. In NRW sind es rund 11 % beim Strom und etwa 5 % beim Endenergieverbrauch. Im Bereich der Nutzung der Geothermie, also Umweltwärmeheizungen mit Hilfe von Wärmepumpen  und der Photovoltaik, also der Stromerzeugung mit Sonnenenergie, und der Nutzung von Holzpelletheizungen steht NRW auf Platz 3 aller Bundesländer, bei der Wasserkraft auf Platz 4 und bei der Windenergie noch auf Platz 5. Nach einer Studie des Bundeswirtschaftsministeriums von 2013 sind von den 370.000 Arbeitsplätzen im Bereich der EE rund 50.000 in NRW. Das zeigt: Der Ausbau der Erneuerbaren Energien schützt nicht nur unser Klima, sondern sorgt gleichzeitig für zukunftsfeste Arbeitsplätze, Investitionen und Innovationen bei uns in Nordrhein-Westfalen.“

„Die Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen möchte die Energiewende konstruktiv und aktiv mitgestalten. Anfang des Monats haben die Industrie- und Handelskammern deshalb ein landespolitisches Positionspapier „Energie für NRW“ vorgestellt“, erklärte Harald Rutenbeck, Präsident der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK). „Die Veröffentlichung umfasst acht zentrale Leitlinien, die die gesamte Bandbreite der Energie- und Klimaschutzpolitik umfassen,  auch die Forderung nach einer Intensivierung der Energieforschung. Bei der angestrebten Steigerung der Energieeffizienz sieht die IHK NRW auch die Wirtschaft selbst weiterhin in der Pflicht. Unser Leitbild ist eine wettbewerbsfähige, sichere und umweltfreundliche Energieversorgung.“ Rutenbeck wies daraufhin, dass größere Unternehmen erstmals bis zum 5. Dezember 2015 ein Energieaudit durchführen müssen. „Betroffen sind nicht nur Unternehmen des produzierenden Gewerbes, sondern alle Branchen, beispielsweise auch Handelsunternehmen, Krankenhäuser, Banken oder Versicherungen“, betonte Rutenbeck. „Die Industrie – und Handelskammern wollen unter anderem auch von dieser Verpflichtung betroffenen Unternehmen Unterstützung anbieten.“

Zwischen der Bundesregierung und Organisationen der deutschen Wirtschaft wurde die Initiierung von 500 Energieeffizienz-Netzwerken bis zum Jahr 2020 vereinbart. „Auch in NRW werden sich IHKs an der „Initiative Energieeffizienz-Netzwerke“ beteiligen. Der Fokus der Netzwerkinitiative liegt auf der Steigerung der Energieeffizienz und der Reduzierung der Energiekosten. Wer sich an einem Energieeffizienz-Netzwerk beteiligen möchte, kann sich an die Energieexperten der SIHK zu Hagen wenden.“

Internet: www.energieagentur.nrw.de www.fh-swf.de/energietag www.klimaschutz.ihk.de

Rückfragen der Redaktionen an:
Sandra Pösentrup; Marketing FH Südwestfalen, Soest; 
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Uwe H. Burghardt, EnergieAgentur.NRW, Tel.: (0211) 86642-13  Mobil: (0160) 746 18 55
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