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Tim Kranich (r.) mit seinem Betreuer Prof. Dr. Thomas Stehling
Tim Kranich (r.) mit seinem Betreuer Prof. Dr. Thomas Stehling(Download )
01.04.2015

Dem Buchungsfehler auf der Spur

Tim Kranich beschäftigte sich in seiner Bachelorarbeit mit Data Mining in der Revision

Lippstadt / Meschede. Wer mit Buchhaltung zu tun hat, weiß, wovon Tim Kranich spricht: „Ein Datensatz ist in der Unternehmenssoftware doppelt angelegt, eine Zahlung landet auf einem falschen Konto und das ist ärgerlich“. Ärgerlich und teuer, weil beispielweise ein Lieferant auf sein Geld wartet und die Korrektur zusätzlichen Aufwand bedeutet. Kranich hat in seiner Abschlussarbeit ein Verfahren für das Unternehmen Hella in Lippstadt entwickelt, um solche doppelten Stammdatensätze aufzuspüren und Buchungsfehler künftig zu vermeiden.

„Entwicklung einer automatisierten Analyse von Unternehmensdaten zur konzernweiten Anwendung im Continuous Auditing Prozess mit Hilfe von Data Mining“. Der Titel von Tim Kranichs  Bachelorarbeit klingt eher technisch, doch es steckt eine Menge Leidenschaft in dem Thema. Der frisch gebackene Wirtschaftsingenieur in Elektrotechnik hat sich sein Thema bewusst ausgesucht. Im Laufe seines Studiums interessierte er sich mehr und mehr für die Informatik. Nachdem alle Wahlpflichtmodule belegt waren, besuchte er freiwillig noch weitere Veranstaltungen. Über eine im Datenbanklabor ausliegende Broschüre von Hella stieß er auf die Möglichkeit eines Praxissemesters in der Revision. „Hier kamen Wirtschaft und IT zusammen, mit dem Bedarf an umfassenderen Automatismen hat sich schnell ein interessantes Thema ergeben und die Arbeit hat mir Spaß gemacht“, erklärt Kranich.

Der Spaß hat sich offenbar positiv auf die Qualität der Arbeit ausgewirkt. Betreuer Prof. Dr. Thomas Stehling hat nach Abschluss der Arbeit einen Brief aus dem Hause Hella bekommen, in dem sich Vertreter des Unternehmens ausdrücklich für die gute Zusammenarbeit bedanken. Obendrauf gab es noch eine Spende an die Hochschule. „Das zeigt eine hohe Wertschätzung gegenüber dem Kandidaten und dem Mescheder Hochschulstandort, entsprechend freuen wir uns natürlich über das Lob“, so Stehling.