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 Normalerweise erklärt Professor Harald Mundinger im Labor für Gebäudesystemtechnolgie seinen Studenten die Funktionsweise von Präsenzmeldern oder Automatikschaltern. Am Dienstagnachmittag hält er eine Kinder-Uni-Vorlesung.
Normalerweise erklärt Professor Harald Mundinger im Labor für Gebäudesystemtechnolgie seinen Studenten die Funktionsweise von Präsenzmeldern oder Automatikschaltern. Am Dienstagnachmittag hält er eine Kinder-Uni-Vorlesung.(Download )
29.04.2015

Spukt es oder ist mein Haus einfach nur schlau?

Zweite Vorlesung der Lüdenscheider Kinder-Uni am Dienstagnachmittag (5.5.) im Kulturhaus

Lüdenscheid. Im Schlafzimmer geht plötzlich das Licht an, obwohl niemand auf einen Schalter gedrückt hat. Und als sich in der Dämmerung die Kälte ins Haus schleicht , springt auf einmal die Heizung an, obwohl kein Mensch zu Hause ist. Klingt irgendwie gruselig. Das muss doch ein Geisterhaus sein, oder? „Nein“, sagt Professsor Harald Mundinger, „vielleicht ist das Haus auch einfach nur schlau“.

Professor Harald Mundinger und Professor Gerald Lange halten am Dienstagnachmittag (5. Mai) die zweite Vorlesung der Kinder-Uni im Lüdenscheider Kulturhaus. Und wenn es darum geht, ein Haus zum Mitdenken zu bringen, dann sind die beiden Gebäudesystemtechniker der Fachhochschule Südwestfalen echte Experten. Aber wann ist ein Haus schlau? Wie kann es seinen Bewohnern helfen? „Zum Beispiel beim Licht“, sagt Professor Mundinger, „man ist es gewohnt, das Licht von Hand anzuschalten, aber es gibt ganz viele Möglichkeiten, wie das Licht bei Bedarf von alleine an- oder ausgeht. Mit Bewegungsmeldern zum Beispiel.“ Wie aber funktionieren Bewegungsmelder? Wie erkennt das Gerät die Bewegung? Und gibt es vielleicht Bewegungsmelder, die schlauer sind als andere? „Das werden wir in der Vorlesung gemeinsam mit den Kindern herausfinden“, verspricht Harald Mundinger.

Schlaue Häuser bieten ihren Bewohnern aber nicht nur mehr Komfort, sie sind auch energieeffizienter. „Das bedeutet, dass sie eine Menge Energie und den Besitzern damit eine Menge Geld sparen können“, erklärt Professor Mundinger. Wenn man zum Beispiel beim Verlassen des Hauses das Licht anlässt, kann das Haus erkennen, dass niemand mehr da ist und das Licht ausschalten. „Das spart natürlich Strom“, sagt Mundinger. Aber Stromsparen geht auch viel einfacher. „Mal sehen, was die Kinder da für Ideen haben, wir werden ihnen auf jeden Fall auch einige Tipps dazu geben“, so der Professor.

Aber was, wenn es doch spukt? Wenn es vielleicht doch nicht das schlaue Haus war, das gerade das Licht ausgeknipst hat. „Gespenster gibt es nicht“, werden die meisten Kinder jetzt denken. Und wenn bei der Kinder-Uni dann plötzlich doch eins auftaucht?