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Gemeinschaftsprojekt der Ringvorlesung Industrie 4.0 – Internet der Dinge
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18.05.2015

Auf dem Weg zur Smart Factory in Südwestfalen

Podiumsgespräch zum Thema „Evolutionäre Einführung von Industrie 4.0“ am 23. Juni im Iserlohner Audimax der Fachhochschule Südwestfalen

Iserlohn. Wie kommt die Hochtechnologie der sogenannten „Smart Factory“ am besten in Südwestfalen voran? Diese Kernfrage diskutieren Vertreter aus Hochschulen, Politik und Wirtschaft im Podiumsgespräch „Evolutionäre Einführung von Industrie 4.0“ am 23. Juni in der Fachhochschule Südwestfalen.

Hinter den Begriffen „Smart Factory“ und „Industrie 4.0“ verbirgt sich die Zukunft der industriellen Fertigung. Industrie 4.0 ist ein Zukunftsprojekt in der Hightech-Strategie der deutschen Bundesregierung, mit dem in erster Linie die Informatisierung der Fertigungstechnik vorangetrieben werden soll. Die zukünftige Industrieproduktion, so das Ziel, stellt die Individualisierung der Produkte in den Vordergrund und integriert Kunden und Geschäftspartner in die Geschäfts- und Wertschöpfungsprozesse. „In der Smart Factory soll letztlich die ‚Losgröße Eins‘ für den Preis einer Serien- oder sogar Massenproduktion hergestellt werden können“, erklärt Organisator Prof. Ulrich Lehmann. 

Die Idee der digitalisierten Smart Factory ist nicht neu. Bereits in den 1980er Jahren entstand die Idee des „Computer Integrated Manufacturing“, kurz „CIM“. „Die Stufen für die Schritte zur Umsetzung der Pläne für die Einführung waren damals zu hoch: Das Internet war noch nicht verfügbar, die nötige Rechenleistung noch sehr teuer“, erklärt Lehmann. „Heute tragen wir mit einem Smartphone die Rechenleistung eines Supercomputers aus den 90er Jahren in der Jackentasche.“ Die Smart Factory ist mittlerweile machbar. Für die Einführung gilt nach Lehmanns Meinung das Prinzip der kleinen Schritte. „Migration von Industrie 3.0 zur Industrie 4.0-Fertigung ist besser als sprunghafte Erneuerung, vor allem, wenn all die Menschen aus den Unternehmen ‚mitgenommen‘ werden“, so Lehmann.

Auf dem Podium diskutieren dieses Prinzip der evolutionären Entwicklung: Andreas Lux und Dirk Hackenberg von der SIHK zu Hagen, Dr. Mikko Börkircher vom Märkischen Arbeitgeberverband / Metall NRW, Prof. Dr. Haring Bolivar von der Universität Siegen, Prof. Dr. Erwin Schwab und Prof. Ulrich Lehmann von der Fachhochschule Südwestfalen sowie Vertreter des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und des Verbandes Deutscher Ingenieure. Kooperationspartner des Podiumsgesprächs ist zudem das Hasso-Plattner-Institut in Potsdam.

Die Veranstaltung beginnt am 23. Juni um 15.45 Uhr im Iserlohner Dr. Jochen Kirchhoff Hörsaal (Audimax) der Fachhochschule am Frauenstuhlweg 31 und endet mit einem „Come together“. Das Podiumsgespräch ist Bestandteil der öffentlichen Ringvorlesung „Industrie 4.0 – High Tech-Strategie mit Zukunft“. Die Teilnahme ist kostenlos. Mehr Informationen und Anmeldung unter www.cvci.fh-swf.de/I40