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Marco Dienwiebel geht Ende Juli für gut drei Wochen in die USA. Foto: FH/Pösentrup
Marco Dienwiebel geht Ende Juli für gut drei Wochen in die USA. Foto: FH/Pösentrup(Download )
18.05.2015

Studium aus der Perspektive eines Fremden

Stipendiat lernt Alltag an einer amerikanischen Universität kennen

Soest. Für einen Studenten der Fachhochschule Südwestfalen geht ein lang gehegter Traum in Erfüllung: Marco Dienwiebel hat sich um ein Stipendium des Fulbright „Summer Institute“ beworben und darf nun im Sommer drei Wochen das Studieren an einer typisch amerikanischen Universität kennenlernen.

„Bei meiner Arbeit als studentische Hilfskraft unterstütze ich international Studierende dabei, sich hier in Deutschland zu orientieren. In den USA möchte ich jetzt selbst herausfinden, wie es sich anfühlt, Ausländer in einem fremden Land zu sein“, erläutert der 21-Jährige seine Beweggründe. Der Lippstädter studiert im 4. Semester Business Administration with Informatics (BBA). Der Studiengang am Fachbereich Elektrische Energietechnik wird komplett in englischer Sprache gehalten. Im Zentrum steht dabei eine fundierte betriebswirtschaftliche Ausbildung mit besonderem Fokus auf der Vermittlung von Informationstechnologien. Dienwiebels Sprachkompetenz kam ihm bei der Bewerbung um das Stipendium zugute. Neben Erklärungen zur akademischen sowie persönlichen Motivation, werden ein Empfehlungsschreiben der Fachhochschule sowie hervorragende Englisch-Kenntnisse gefordert. 

Drei Wochen lang wird Marco Dienwiebel die staatliche Binghamton Universität im US-Bundesstaat New York besuchen. Das Sommerprogramm soll Studierende mit der Studienpraxis an einer amerikanischen Universität vertraut machen, Englischkenntnisse erweitern sowie die so genannten „Schlüsselqualifikationen“ wie Teamarbeit oder rhetorische Fähigkeiten verbessern. In Binghamton liegt der Themenschwerpunkt auf der Vielfalt in der amerikanischen Kultur. Das Programm richtet sich an deutsche Fachhochschul-Studierende im 2. bis 4. Fachsemester ihres Bachelor-Studiums und wird im Auftrag der Fulbright-Kommission in Berlin durchgeführt, die Teil des internationalen Fulbright-Programms und für den Austausch zwischen den USA und Deutschland zuständig ist.

Als erster Fulbright-Stipendiat des Soester Fachbereichs Elektrische Energietechnik darf der 21-Jährige am „Summer Institute“ teilnehmen. Das Stipendium umfasst nahezu sämtliche Kosten seines USA-Aufenthaltes. Der Student ist dankbar für diese Chance, die ihm einen wichtigen Wissensvorsprung für seine Ausbildung liefern wird. Später will er ein ganzes Semester im englischsprachigen Ausland studieren und vielleicht sogar dort seinen Master machen.