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Gruppenfoto vor dem Hochschulgebäude
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18.05.2015

Nach 50 Jahren wieder im Hörsaal

Ehemalige Studenten besuchten Standort Iserlohn

Iserlohn. Aus ganz Deutschland und sogar aus der Schweiz waren sie nach Iserlohn gereist, um ihren 50-jährigen Studienabschluss zu feiern. Die 15 Herren hatten an der damaligen Staatlichen Ingenieurschule für Maschinenwesen in Iserlohn Fertigungstechnik studiert.

Mit insgesamt 27 Erstsemesterstudenten hatten sie 1965 ihr Studium begonnen. „Wir haben wie in der Schule im Klassenverband studiert mit einer festen Sitzordnung, alles war streng organisiert und wer nicht anwesend oder nicht vorbereitet war, fiel sofort auf“ berichtete Gerd Vogel, der das Jubiläumstreffen organisiert hat. Das neue Gebäude am Frauenstuhlweg lernten die ehemaligen Studenten nur wenige Tage kennen. Es wurde erst gegen Ende ihres Studiums fertiggestellt. „“Wir haben damals noch am Karnacksweg studiert und sollten in unserem letzten Semester „auf den Berg ziehen“, weiß Gerd Vogel noch genau, „allerdings gab es nach einigen Tagen eine Verpuffung am neuen Kamin, der Brenner flog heraus und das war es erst einmal“. Das Gebäude wurde geschlossen, die Lehre am Karnacksweg fortgesetzt. „Böse Zungen behaupteten, die Professoren hätten das geplant, damit sie den nicht jeden Morgen den anstrengen Aufstieg zum neuen Hochschulgebäude bewältigen mussten“, erinnerten sich die Ehemaligen.

Persönlich sei das Studium damals gewesen. Insbesondere ein Professor mit Spitznamen „Erni“ ist den Herren im Gedächtnis geblieben: „Der konnte vielleicht mitfeiern“. Der Respekt vor den Dozenten sei sehr groß gewesen. Auch wenn man in den Iserlohner Kneipen viele Abende gemeinsam verbrachte und durchaus den persönlichen Austausch pflegte: „Dienst war Dienst und Schnaps war Schnaps“, erzählt Gerd Vogel, „in den Vorlesungen am nächsten Tag waren alle Professoren wieder Respektspersonen“.

Prof. Dr. Franz Wendl, Dekan des Fachbereichs Maschinenwesen, empfing die Ehemaligen und präsentierte ihnen die heutige Hochschule: „Eines hat sich aber ganz sicher nicht seit Ihrer Zeit verändert. Die Mathematik und die Technische Mechanik sind gleich geblieben“. Ein Rundgang durch die Labore für Kunststofftechnik,  Werkzeugmaschinen, Mechatronik und Werkstoffkunde rundeten das Programm ab.

Den Abend verbrachten die Ehemaligen, die zum Teil auch von ihren Ehefrauen begleitet wurden, im Restaurant Campus Garden, wo noch so manche Anekdote die Runde machte.