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Prof. Dr. Michael Schroer
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03.06.2015

Wie man „industriefest“ wird

Prof. Dr. Michael Schroer unterrichtet Fertigungstechnik nicht nur von der technischen Seite

Meschede. „Industriefest“- diesen Begriff verwendet Maschinenbau-Professor Dr. Michael Schroer öfter während des Interviews. Er möchte den Mescheder Studierenden vermitteln, was das bedeutet. Neben profunden Kenntnissen in der Fertigungstechnik, die er seit Anfang des Sommersemesters in Meschede unterrichtet.

Seine eigene Industriefestigkeit hat sich der gebürtige Lippstädter in über 14 Jahren beim heimischen Unternehmen Hella erworben. Schroer begann im Bereich Werkzeugbau, baute eine Abteilung auf, wurde später Konstruktionsleiter mit 30 Mitarbeitern. Er übernahm Umsatzverantwortung, erlebte Umstrukturierungen und Standortverlagerungen. „Globalisierung wird heute gelebt - wenn China oder Indien ruft, heißt es eben rein in den Flieger“, beschreibt Schroer Industrieleben heute. Damit muss der Ingenieur-Nachwuchs schon beim Berufsstart umgehen können.

Vor seiner Zeit bei Hella studierte Michael Schroer Maschinenbau an der Technischen Universität Dortmund. Ab dem fünften Semester arbeitete er zunächst als studentische Hilfskraft, später als Doktorand am Institut für zerspanende Fertigung. Schon hier standen Projekte mit Industrieunternehmen auf der Tagesordnung. „In dieser Zeit habe ich viele spannende Dinge erlebt und gesehen, vom Stehen in der Ölwanne bis hin zu Sitzungen des Top-Managements“, erzählt Schroer. An diese aus seiner Sicht schönste Zeit in seiner beruflichen Laufbahn knüpft er jetzt wieder an. „Ihr müsst ein stückweit industriefest sein“, riet sein damaliger Institutsleiter. Das gibt Schroer jetzt seinen Studierenden weiter.