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Meltem Keskin hat sich ein Praktikum bei den United Nations in New York gesichert. Foto: FH/Pösentrup
Meltem Keskin hat sich ein Praktikum bei den United Nations in New York gesichert. Foto: FH/Pösentrup (Download )
22.06.2015

FH-Studentin arbeitet für die UN in New York

Meltem Keskin unterstützt mit Praktikum Missionen der Vereinten Nationen

Soest. Drei Monate für ein Praktikum auf eigene Kosten nach New York gehen – Meltem Keskin bringt viel Mut, Enthusiasmus und Selbstbewusstsein mit. Die Studentin an der FH Südwestfalen hat sich gegen mehrere hundert Bewerber weltweit durchgesetzt und darf ab Ende Juli die Arbeit der Vereinten Nationen kennenlernen.

Die 23-Jährige mit türkischen Wurzeln studiert im 6. Semester Business Administration with Informatics (BBA). Am 17. Juli schreibt sie ihre letzte Klausur, bevor dann am 20. Juli der erste Arbeitstag bei der UN in New York ansteht. Dort wird sie drei Monate als Praktikantin für das „Department of Field Support“ arbeiten. Das Büro unterstützt die Einsätze von Friedens- sowie politischen Missionen der UN weltweit. Die Studentin wird im Bereich Personalwesen tätig sein, Bewerber aussuchen, Telefoninterviews organisieren und vieles mehr. Sie erwartet eine arbeitsreiche Zeit. Ein Gehalt gibt es für Praktikanten nicht, dennoch: „Die Nachfrage nach Jobs ist so groß, ich bin froh, ausgewählt worden zu sein. Außerdem macht sich ein Zeugnis der UN gut in meinem Lebenslauf, ich lerne viele unterschiedliche Kulturen kennen. Kurz: Ich investiere in meine Zukunft!“

Seit einer Exkursion vor ein paar Semestern war für Meltem Keskin klar, dass sie ihr Praktikum gerne in New York, besser noch, bei den United Nations absolvieren möchte. Unterstützt wurde sie dabei von Marga Taylor, Englisch-Dozentin für die internationalen Studiengänge am Fachbereich Elektrische Energietechnik. Sie hat selbst 27 Jahre in New York gelebt, verfügt über viele Kontakte und kennt hilfreiche Insider-Tipps. Meltem Keskin hat sich von der Begeisterung anstecken lassen: „Mein erster Besuch der UN war sehr beeindruckend, dort sind so viele Länder vertreten, die Mitarbeiter kommen teilweise in ihrer landestypischen Tracht zur Arbeit, die Sitzungen werden simultan gedolmetscht.“ Dabei war ihr Weg zum Praktikumsplatz alles andere als einfach. 26 Bewerbungen habe sie geschrieben und schon fast nicht mehr auf ein Ticket in die amerikanische Metropole gehofft. Doch schließlich habe sie mit ihrem beruflichen Werdegang und beim Telefoninterview überzeugt. Dabei kam der gebürtigen Gelsenkirchenerin ihr BBA- Studium an der FH zugute. Da der Studiengang komplett in englischer Sprache geführt wird, sind die Absolventinnen und Absolventen in der Lage, verhandlungssicher in einem internationalen Umfeld zu kommunizieren.

Im Anschluss an das Praktikum will sie mit ihrer Familie noch ein wenig die USA bereisen. Zuhause in Deutschland steht dann die Bachelor-Arbeit an. Allen Studierenden, die ähnlich wie sie von einem Praktikum im Ausland träumen, empfiehlt sie: „Man muss es auf jeden Fall versuchen, darf nicht aufgeben und man sollte seine bisher erworbenen beruflichen Qualifikationen in der Bewerbung ganz konkret mit der ausgeschriebenen Stelle verknüpfen".