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Trotz Hitze und Präsentationsmarathon bester Stimmung: Die gut 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wettbewerbs um den 13. Soester Konstruktionspreis. Foto: FH/Pösentrup
Trotz Hitze und Präsentationsmarathon bester Stimmung: Die gut 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wettbewerbs um den 13. Soester Konstruktionspreis. Foto: FH/Pösentrup(Download )
So sieht das Zustellfahrzeug der Zukunft aus - der
So sieht das Zustellfahrzeug der Zukunft aus - der "eSwing"(Download )
03.07.2015

Neue Ideen für das „Auto von morgen“

13. Soester Konstruktionspreis an Studierende der FH verliehen

Soest. Vorbei das langweilige Image von Elektrofahrzeugen. Das „Auto von morgen“ kommt mit Planetenstandgetriebe, austauschbarem Lithium-Schwefel-Akku und Energierückgewinnungskonzept daher – zumindest, wenn es nach den Entwürfen der Studierenden an der Fachhochschule Südwestfalen geht. Für die überzeugendsten Pläne im Wettbewerb wurde gestern (Donnerstag, 02. Juli) der 13. Soester Konstruktionspreis verliehen.

Es ist ein Konzept für das Auto von morgen zu entwickeln, ohne Einschränkung zur Zielgruppe“, so lautete vor Wochen die Maßgabe von Prof. Dr. Christian Stumpf. Im Rahmen der Lehrveranstaltung Konstruktionssystematik waren Maschinenbau-Studierende im 4. Semester aufgefordert, ein realisierbares Konzept zu erarbeiten. Die wichtigsten verbauten Elemente sollten mit Zahlen, Daten und Fakten belegt werden. Acht Gruppen stellten im Soester Siegmund- Schultze-Haus jetzt ihre Projekte vor. Jury-Mitglieder waren Vertreter regionaler Industrieunternehmen, der Firma ENGINEER-ING aus Dortmund, der Firma Bertrandt Services GmbH aus Dortmund, der Firma CAE Engineering und Service GmbH aus Bielefeld sowie der Firma ThyssenKrupp Industrial Solutions AG aus Beckum-Neubeckum.

Die Aufgabenstellung war bewusst offen gehalten, um eine möglichst große Lösungsvielfalt zu erreichen. So war bei den Ideen vom Auto für Senioren bis hin zum „elektrischen Supersportwagen für junggebliebene Fahrer“ alles dabei. Energieeffizient, elektrisch, ressourcenschonend – diese Bedingungen hatten alle Teams berücksichtigt. Unterschiede arbeiteten die Studierenden vor allem im Design und im Nutzungskonzept heraus. So ging der dritte Platz an die fiktive „Werner GmbH“ mit ihrer „Emma“. Sie favorisierten den Akkutausch, um lange Ladezeiten zu vermeiden und statteten ihr Fahrzeug mit einer Modulbauweise aus. So kann das Fahrzeug in der Mitte geteilt und je nach Platzbedarf um ein weiteres Element erweitert werden. Über Platz zwei freute sich das Team „Omega Automotive“ mit seinem Entwurf „Alpha“. Gleich vier Hybrid-Synchronmotoren mit je 120 kW Leistung und einem angeflanschtem Planetenstandgetriebe sollten dem Fahrzeug den nötigen Schub geben. Bei Hitze würden sich die Scheiben elektrisch abdunkeln, je nach Wunsch ändert der paramagnetische Autolack die Farbe und im Sinne der Energierückgewinnung sollten spezielle Stoßdämpfer Stöße in elektrische Energie verwandeln. Für den „Alpha“ erhielt das Team außerdem den Sales Award.Mit ihrem Konzept des „eSwing“ landete das Team „IDE“ auf dem ersten Platz. Sie konzipierten ein Elektro-Fahrzeug für Zustellunternehmen mit einer Reichweite von beachtlichen 420 Kilometern. Herzstück des Entwurfs: ein Schwungradspeicher, der Energie in Form von Rotationsenergie speichern kann.

Bewegungsenergie, die beim Bremsen entsteht, kann auf diese Weise gespeichert oder wieder zum Anfahren genutzt werden.
Für „zu schade, um in der Schublade zu verschwinden“, hob Prof. Stumpf abschließend die Entwürfe aller Studierenden hervor. Dass sie keineswegs an der Realität vorbei geplant hatten, zeigte sich am ernsthaften Interesse von Jurymitglied Udo Pollmeyer von der Firma CAE Engineering und Service GmbH.
Er beschäftigt sich aktuell mit einem Forschungsprojekt zum Thema Elektrofahrzeug im Leichtbau und bot den Studierenden an, die Arbeit mit ihren Ideen zu begleiten.