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Prof. Dr. Ernst-Günter Schweppe
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17.07.2015

Leidenschaft für Hochfrequenztechnik

Prof. Dr. Ernst-Günter Schweppe wird nach 22 Dienstjahren pensioniert

Meschede. Ende Juli ist es soweit: Der Professor für Hochfrequenztechnik Dr. Ernst-Günter Schweppe scheidet nach 22 Jahren aus dem Dienst an der Fachhochschule Südwestfalen aus. Der gebürtige Dortmunder hat in Aachen studiert und promoviert. Beim Schiffsausrüster DEBEG in Hamburg entwickelte er Sende- und Empfangsstationen für Schiffe. Nach einem Wechsel zur Firma Philips arbeitete er an Komponenten für Teilchenbeschleuniger. 1993 fiel die Entscheidung für Forschung und Lehre.

Ich habe damals gemerkt, dass ich anderen gut etwas erklären und beibringen konnte“,  erklärt Schweppe, „das war der Grund, mich an Hochschulen zu bewerben.“ Die Entscheidung für Meschede fiel für den Surfer und Skifahrer aus pragmatischen Gründen: von hier ist es ungefähr genau soweit an die See wie in die Alpen.

Die Leidenschaft für die Hochfrequenztechnik hat ihm sein Großvater in die Wiege gelegt. Dieser, eigentlich Kunstmaler, war Radiobastler und Funkamateur. „Das Ohmsche Gesetz war ihm aber völlig fremd und Mathematik nicht sein Ding“, erzählt Schweppe. Als Grundschüler rechnete er seinem Großvater Spannung, Strom und Widerstand aus, multiplizierte, quadrierte und zog Wurzeln. Auf die Frage „Kinder, was wollt ihr später werden?“ antwortete Schweppe schon als Pennäler: „Hochfrequenzingenieur“.

Seine Erfahrung gibt Schweppe seit Jahren an Kinder und Jugendliche weiter, in der „Summer School“ und im „Schülerlabor“ der Hochschule. Drei Tage nach seiner Pensionierung wird er deshalb schon wieder im Seminarraum sein und mit den Teilnehmern der Summerschool Elektrotechnik basteln und löten. Freiwillig, ganz ohne Dienstverpflichtung. Weil er weiß, wie er zu seinem Beruf gekommen ist. Und weil er ihn wieder ergreifen würde.