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Lars Werle  und Daniel Fischer folgen per Videokonferenz einer Richtfunkdemonstration ihres Dozenten Prof. Dr. Christian Lüders
Lars Werle und Daniel Fischer folgen per Videokonferenz einer Richtfunkdemonstration ihres Dozenten Prof. Dr. Christian Lüders (Download )
17.07.2015

Wenn das Seminar ins Büro kommt

Daniel Fischer und Lars Werle nehmen per Videokonferenz am Unterricht im Masterstudium teil

Meschede / Niefern-Oeschelbronn. Daniel Fischer und Lars Werle haben einiges gemeinsam. Sie teilen sich ihren Arbeitgeber, die WISI Communications GmbH in Niefel-Oeschelbronn bei Pforzheim. Und sie studieren beide im Master-Studiengang Informations- und Kommunikationssysteme und deren Management in Meschede. Das Besondere: Dreimal in der Woche nehmen sie per Videokonferenz vom Arbeitsplatz aus am Unterricht teil.

Die Firma WISI entwickelt Verteilkomponenten für Breitbandkommunikationsnetze. Lars Werle ist dort zuständig für Netzplanung und Netzberechnung. Zudem entwickelt er Hardware für opto-elektronische Komponenten. 2012 hat er den Bachelorabschluss in Elektrotechnik in Meschede gemacht. „Ich wollte auf jeden Fall ein Masterstudium anschließen, aber auch bei WISI bleiben“, erklärt Werle. Das berufsverträglich gestaltete Studienangebot in Meschede hat ihm auf Anhieb zugesagt. Reizvoll findet er vor allem die Verknüpfung der technischen Fragestellungen mit betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Aspekten.

Für seinen Kollegen Daniel Fischer zählen als Produktentwickler eher die technisch-physikalischen Fragestellungen. Zusammen mit Werle nimmt er an Laboren und Seminaren vor Ort in Meschede teil. Diese sind meist an aufeinander folgenden Tagen gebündelt. Vorlesungen besuchen die beiden hingegen „virtuell“. Alle Veranstaltungen beginnen in der Regel um 15:45 Uhr, so dass der Arbeitstag nicht zu sehr beeinträchtigt wird. Ihr Arbeitgeber unterstützt sie mit Sonderurlaub für Labore und Prüfungen sowie mit einer flexiblen Arbeitszeitregelung. „Wir stempeln aus und setzen uns zusammen in den Besprechungsraum“, erzählt Fischer. Nach seiner Ansicht unterscheidet sich die Video-Veranstaltung nicht sehr von einer normalen Vorlesung: Dozent, Tafelbild – alles ist sichtbar, nur ihre Kommilitonen sehen die beiden nicht. „Es ist fast, als wäre man wirklich anwesend“.