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(v.li) Pia Stolla, Joana Bäcker, Christoph Mützenich und Georg Wester-Ebbinghaus, Studierende am Fachbereich Agrarwirtschaft, sind bereits zu einer Gruppe zusammengewachsen. Unterstützt werden sie von Prof. Dr. Thomas Weyer.
(v.li) Pia Stolla, Joana Bäcker, Christoph Mützenich und Georg Wester-Ebbinghaus, Studierende am Fachbereich Agrarwirtschaft, sind bereits zu einer Gruppe zusammengewachsen. Unterstützt werden sie von Prof. Dr. Thomas Weyer.(Download )
20.07.2015

Pflanzenbau schafft Perspektiven für Südafrika

Soester Agrarstudierende bringen ihr Wissen zu Kindern und Jugendlichen in Mpumalanga

Soest. Wochenlang haben sich die vier Agrarstudierenden der Fachhochschule Südwestfalen auf ihren Einsatz in Mpumalanga vorbereitet. Und mindestens genauso lange werden sie von den vielen Kindern dort freudig erwartet. Pia Stolla, Joana Bäcker, Christoph Mützenich und Georg Wester-Ebbinhaus sind heute (Montag, 20. Juli) nach Südafrika geflogen, um die Partnerorganisation „Children in Distress“ (CID) bei ihrer humanitären Arbeit in Südafrika zu unterstützen. Die Zusammenarbeit zwischen CID und der FH Südwestfalen besteht seit 2011. Das Projekt zur ländlichen Entwicklung entstand innerhalb des Netzwerks des Südafrika/Mpumalanga Forums NRW und wird auf deutscher Seite von Prof. Dr. Thomas Weyer geleitet.

Bereits zum dritten Mal macht sich eine Gruppe Soester Studierender auf nach Mpumalanga, um zu helfen. Unterstützt werden sie dabei von Prof. Dr. Thomas Weyer, Experte für Bodenkunde an der FH und Mitglied der Steuerungsgruppe im Südafrika/Mpumalanga Forum NRW. In der südafrikanischen Provinz im Nordosten der Republik leben viele Aids-Waisen, misshandelte und traumatisierte Kinder und Jugendliche. Mehr als die Hälfte der über vier Millionen Einwohner sind nicht mal 20 Jahre alt. Gut 70 % der Menschen in der Region sind arbeitslos. „Children in Distress“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Kinder und Jugendlichen dort mit Nahrung und dem Nötigsten zu versorgen, ihnen vor allem Perspektiven aufzuzeigen. „2011 waren es 495, heute betreut die Organisation bereits über 3.000 Kinder“, schildert Professor Weyer die Entwicklung.

Die vier Studierenden wollen ebenfalls anpacken und drei Monate lang bestehende Gärten erweitern, neue Wasserversorgung aufbauen, Erde umbrechen, neue Nutzpflanzen setzen und die Beete mit Zäunen sichern. Im Vorfeld haben sie dazu eine Agenda entworfen, was ist zu tun und wie. Dieser Leitfaden soll den Menschen in der Region künftig helfen, die landwirtschaftliche Praxis zu verstehen und die Arbeit weiterzuführen. Großen Respekt haben die Studierenden vor der Begegnung mit den zum Teil schwer traumatisierten Kindern und Jugendlichen. „Wir haben uns mehrfach mit der Gruppe aus dem Vorjahr getroffen und über ihre Erfahrungen mit den Menschen dort gesprochen. Aber die Waisenkinder tatsächlich zu treffen und sie für das Projekt zu gewinnen, darauf kann man sich nicht vorbereiten“, vermutet Joana Bäcker. An den Vormittagen wird die Gruppe acht bestehende, über die Region verteilte Gärten pflegen und erweitern. Nachmittags werden sie den Kindern auf spielerische Art einfache Grundlagen des Pflanzenbaus beibringen. Auf diese Weise erleben die Kinder kleine Erfolge ihrer Arbeit und sehen die Landwirtschaft im Idealfall als Perspektive für ihr späteres Leben. „Die Kinder und deren care givers schätzen das sehr. Da kommen junge Europäer, die arbeiten mit ihnen, bearbeiten und bepflanzen den Boden gemeinsam und wollen den Kindern eine Perspektive aufzeigen“, weiß der Professor. Er freut sich sehr, dass die vier weitermachen und damit den Menschen vor Ort zeigen, dass es sich bei dem Projekt um keine Eintagsfliege handelt.

Gartenwerkzeug, Wassertanks, Setzlinge, Material für die Zäune – die Einkaufsliste für den Einsatz in Mpumalanga ist schon jetzt lang. Außerdem müsse ein neues Fahrzeug her, um die Grundnahrungsmittel für die Kinder zu den einzelnen Stationen und deren care givers zu bringen, so Professor Weyer. Gemeinsam mit ihrem Hochschullehrer haben die Studierenden bereits Geld gesammelt, freuen sich aber über jede weitere finanzielle Unterstützung auf das

Spendenkonto Fachhochschule Südwestfalen
Konto Nr. 161 752
BLZ 445 500 45
Sparkasse Iserlohn
IBAN DE12 4455 0045 0000 1617 52
BIC WELADED1ISL

Verwendungszweck: 990906099/590010000, Stichwort Mpumalanga