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Kaum zu glauben, aber diese selbst gebaute Anlage filtert sauberes Wasser aus der mit Eifer angerührten Brühe.
Kaum zu glauben, aber diese selbst gebaute Anlage filtert sauberes Wasser aus der mit Eifer angerührten Brühe.(Download )
Zunächst mussten Schiff und Kugel aus Knete auf die Waage, dann zur „Schwimmprüfung“.
Zunächst mussten Schiff und Kugel aus Knete auf die Waage, dann zur „Schwimmprüfung“.(Download )
21.07.2015

„Salzwasser ist dicker als Süßwasser“

Frühpädagogik-Studierende begeistern Kinder mit erstem EULE-Forschertag

Soest. Wieso kann ein Schiff schwimmen und ein Stein nicht? 20 Kinder müssen nun nicht länger nach der Antwort suchen, denn sie haben beim ersten EULE-Forschertag des Wissenschaftlichen Zentrums Frühpädagogik mitgemacht. Studierende hatten auf dem Campus der Fachhochschule Südwestfalen einen ganzen Entdeckerparcours mit Experimenten rund ums Thema „Von der Quelle bis zum Meer“ aufgebaut.

„Die Kinderuni für Kinder ab der dritten Klasse ist ja bereits etabliert, eine vergleichbare Veranstaltung für Kinder im Vorschulalter aber nicht. Das können wir ja so nicht stehen lassen“, so die Projektverantwortliche Dr. Sandra Kriegelstein lachend, wie es zu der Idee für den Forschertag kam. Sie ist am Fachbereich Agrarwirtschaft und am Wissenschaftlichen Zentrum Frühpädagogik (WZF) verantwortlich für den „MINT-Bereich“, also alles, was mit den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik zu tun hat. Zusätzlich zu den klassischen pädagogischen Inhalten orientieren sich die Studiengänge Frühpädagogik an naturwissenschaftlichen Bildungsbereichen. Da die frühkindliche Bildung auch immer stärker in den Fokus der Bildungspolitik gerät, wollten Studierende des WZFs Kindern die Möglichkeit geben, Naturwissenschaften aus einem anderen Blickwinkel zu erleben. Das Projekt „EULE“ steht dabei für Entdecken und Lernen mit Experimenten.

Mit Wasser plempern, mit Lehm matschen und viele Fragen stellen – alles war an diesem Tag erlaubt. Leitfaden für eine Reihe wissenschaftlicher Experimente war eine Geschichte über zwei Eulen Carla und Emil, die sich Dr. Sandra Kriegelstein und Benedikt Klaus vom WZF ausgedacht hatten. Darin unternehmen die Vögel eine Reise vom Gebirge bis ans Meer und erfahren, wie Wasser im Boden versickert, wieso ein Ei in Salzwasser schwimmt und manche Tiere auf dem Wasser laufen können. Passend zur Geschichte waren neun Stationen mit kindgerechten Experimenten aufgebaut. So durften die kleinen Forscherinnen und Forscher aus einer Dose, befüllt mit Lehm, Erde und Moos, eine Filteranlage für sauberes Wasser bauen. Gemeinsam mit den Studierenden erarbeiteten sich die Kinder auf spielerische Weise wissenschaftliche Erklärungen für Phänomene wie Oberflächenspannung, Auftrieb oder Dichte von Flüssigkeiten.

Gemeinsam mit Dr. Sandra Kriegelstein hatten neun Frühpädagogik-Studierende den Forschertag vorbereitet. Für sie war es eine willkommene Möglichkeit, Praxiserfahrungen in der Arbeit mit Kindern zu sammeln und zu prüfen, ob ihr didaktisches Konzept aufgeht. Ihre strengsten Kritiker waren die Kinder, die jede Station mit Punkten bewerten durften. Der EULE-Tag ist zunächst als Pilotprojekt angelegt. Geplant ist aber, den Forschertag zu einer festen Größe im Kalender des Wissenschaftlichen Zentrums Frühpädagogik werden zu lassen.

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