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Katharina Nieswand-Schmidt bei der Verleihung des Förderpreises durch den Unternehmerverband Westfalen-Mitte am 24. Juni  Foto: Unternehmerverband Westfalen Mitte
Katharina Nieswand-Schmidt bei der Verleihung des Förderpreises durch den Unternehmerverband Westfalen-Mitte am 24. Juni Foto: Unternehmerverband Westfalen Mitte(Download )
01.09.2015

Mit Papierhüten zum Förderpreis

Katharina Nieswand-Schmidt setzte den „Design Thinking-Ansatz“ zur Geschäftsmodellinnovation der Firma Mennekes ein

Kirchhundem / Meschede. Anderen Menschen Papierhüte aufsetzen und darüber eine Bachelorarbeit schreiben – das klingt ungewöhnlich. Katharina Nieswand-Schmidt hat es auf Anregung ihres Betreuers Prof. Dr. Ewald Mittelstädt gemacht und im Juni dafür einen Förderpreis des Unternehmerverbandes Westfalen Mitte bekommen. Das klingt erklärungsbedürftig. Der Titel ihrer Arbeit liefert erste Hinweise: “Geschäftsmodellinnovationen mit Hilfe des Design-Thinking-Ansatzes – Ist-Analyse und Ideenproduktion in der Strategischen Geschäftseinheit Ladesysteme der Firma Mennekes Elektrotechnik GmbH & Co. KG“

Der Design-Thinking-Ansatz ist eine Innovationsmethode,  die an der Universität Stanford entwickelt wurde. Die Studentin hat diese Methode zur Entwicklung neuer Geschäftsideen für die Firma Mennekes angewandt: „Im Prinzip geht es beim Design Thinking darum, die Ideen aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten, beispielweise aus der Sicht des Kunden“. Hierzu mussten interdisziplinäre Gruppen einen Tag lang neue Geschäftsideen entwickeln.

Die Gruppen bestanden aus Mitarbeitern verschiedenster Abteilungen, ergänzt durch Teilnehmer, welche nicht die „Mennekes-Brille“ aufhatten. Die Teilnehmer mussten in Teams  mittels Brainstorming je 30 Geschäftsideen formulieren. Zur Bewertung der Ideen setzte sich schließlich jeder Teilnehmer den (Papier)Hut für verschiedenste Perspektiven auf und bewertete die Ideen aus dieser Sicht.

Ausgewählte Ideen setzten die Teams am Nachmittag in jeweils einem Prototypen um: aus Lego, Pappe, Geschenkband, Buntpapier und anderem Bastelmaterial. „Man glaubt gar nicht, wie kreativ und produktiv man innerhalb weniger Stunden ist und sich trotzdem dabei wohl fühlt“, findet Katharina Nieswand-Schmidt. „Keiner der Teilnehmer wusste was auf ihn zukommt, aber alle waren hinterher begeistert.“ Das gilt auch für die Firma Mennekes. Das Unternehmen hat die Ergebnisse  positiv aufgenommen und Katharina Nieswand-Schmidt gleich mit. Sie arbeitet jetzt als Account Managerin in der Kundenbetreuung - ohne Papierhut.