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Prof. Dr. Mark Schülke begrüßte die ersten Studierenden des neuen Semesters zum Vorkurs Mathe. Foto: FH/Pösentrup
Prof. Dr. Mark Schülke begrüßte die ersten Studierenden des neuen Semesters zum Vorkurs Mathe. Foto: FH/Pösentrup(Download )
07.09.2015

Freiwillige Frischkur fürs Mathewissen

Erstsemester sitzen „vor“ – im Mathe-Vorkurs an der Fachhochschule

Soest. Selbst bei den meisten Studierenden technischer Studiengänge zählt Mathematik nicht zu den Lieblingsfächern. Dennoch oder gerade deswegen besuchen fast alle Erstsemester, die sich am Fachbereich Maschinenbau- Automatisierungstechnik an der Fachhochschule Südwestfalen eingeschrieben haben, jetzt freiwillig den „Vorkurs Mathe“. Vier Wochen vor dem eigentlichen Semesterstart können sie hier ihr Wissen testen und auffrischen.

„Die reine Berechnung wird heute von den Computern geleistet, aber der Ingenieur muss diese Berechnung zunächst definieren und später die Ergebnisse einordnen und bewerten können“, machte Kursleiter Prof. Dr. Mark Schülke zu Beginn gleich die Bedeutung der Mathematik für technische Berufe deutlich. Bruchrechnung, Prozentrechnung, quadratische Gleichungen – selbst wenn diese Rechenarten später im Beruf nicht explizit gefordert werden, gilt immer noch, wer in Mathe fit ist, kann abstrakt und logisch denken. „Nur ein fundiertes und breites mathematisches Wissen ermöglicht Flexibilität, auch im Berufsleben“, so Schülke. Den Vorkurs nutzen jedes Jahr im Herbst freiwillig gut 90% der Erstsemester. Mit gutem Grund: „Studien belegen, dass Schulabgänger erhebliche Lücken in Bezug auf das mathematische Wissen haben, insbesondere bei den Grundlagen, die eigentlich in der Mittelstufe vermittelt werden “, weiß Prof. Schülke. Der Vorkurs könne zwar in vier Wochen nicht acht Jahre Schulwissen nachholen, aber mit dem nötigen Einsatz der Studierenden könne das vorhandene Wissen zumindest aufgefrischt und der Anstoß zur Nacharbeit gegeben werden. Erstmals kommt im Vorkurs Mathe das digitale Lernmanagementsystem „Moodle“ zum Einsatz. Studierende können hier ergänzend zum Kurs weitere Informationen erhalten und das Erlernte in Foren oder interaktiven Lernprogrammen weiter vertiefen.

Neben Einführungen mit allgemeinen Infos rund ums Studium wie Bibliotheksnutzung, Rechenzentrum, Selbstorganisation, Finanzierung, wird für die neuen Studierenden in den kommenden vier Wochen hauptsächlich Mathematik auf dem Stundenplan stehen. Zu den ersten„Freiwilligen“ kommen am 21. September weitere Erstsemester aus den Fachbereichen Agrarwirtschaft, Elektrische Energietechnik und Maschinenbau- Automatisierungstechnik hinzu. Genaue Studierendenzahlen liegen noch nicht vor. Noch immer ergeben sich durch "Nachrücker" Änderungen.

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