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(v.l.n.r.)  Inge Blask, Michael Scheffler, Dietmar Bell, Prof. Dr. Claus Schuster, Heinz-Joachim Henkemeier
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23.11.2015

Gedankenaustausch über Hochschulpolitik

SPD Landtagsabgeordnete informierten sich über Fachhochschule Südwestfalen

Iserlohn. Der wissenschaftspolitische Sprecher der SPD Landtagsfraktion, Dietmar Bell, und die Landtagsabgeordneten Inge Blask und Michael Scheffler trafen sich jetzt mit FH-Rektor Prof. Dr. Claus Schuster und Kanzler Heinz-Joachim Henkemeier in Iserlohn zum Informationsaustausch über aktuelle hochschulpolitische Fragen.

Für Dietmar Bell war es gleichzeitig sein Antrittsbesuch in der Hochschule als neuer wissenschaftspolitischer Sprecher. Der aktuellen Situation geschuldet, nahm das Thema „Flüchtlinge“ bei dieser Gesprächsrunde einen breiten Raum ein. Aus Sicht der SPD ist für studierende Flüchtlinge der gelungene Einstieg in das Studium wichtig. „Wie schaffen wir es, die Studieneingangsphase strategisch zu gestalten?“ gab Bell zu bedenken. Für Rektor Schuster ist die Fachhochschule Südwestfalen in dieser Hinsicht strukturell gut aufgestellt: „Wir haben an allen Standorten Studierendencoaches als Kümmerer und durch unser „Studium flexibel“ räumen wir Studierenden auch die Möglichkeit ein, sich mehr Zeit fürs Studium zu nehmen“. Schuster berichtete, dass bereits mehrere Flüchtlinge das Angebot der Hochschule zur kostenfreien Gasthörerschaft angenommen haben. Aus Sicht von Kanzler Henkemeier müssen dringend Fragen zur Studien-finanzierung geklärt werden: „Für die Flüchtlinge greifen die Instrumente wie das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAFöG) oder Stipendien nicht, zudem ist das Anerkennungsverfahren zu langwierig“. Die Landesregierung stellt, wie Bell berichtete, Gelder zur Verfügung, die studentische Initiativen bei der Flüchtlingsbetreuung unterstützen. 

Thematisiert wurde auch das neue Hochschulgesetz in NRW. Schuster stellte klar, dass die Hochschulen „bürokratisch nicht an die Leine genommen werden sollten“. Bell betonte, dass die SPD die Fachhochschulen in Hinblick auf deren anwendungsbezogene Forschung und Lehre stärken wolle. Auch sei die Fachhochschule Südwestfalen durch ihr vielfältiges Angebot vor Ort ein Stück Zukunftsfähigkeit für die Region Südwestfalen. Nach wie vor ein Problem, so Schuster, sei der hohe Anteil an Programmfinanzierung im Rahmen der Haushaltsfinanzierung. „Wir brauchen einen verlässlichen dauerhaften Finanzrahmen, der es uns auch ermöglicht, unser sozialen Verantwortung als Arbeitgeber besser nachkommen zu können“.

Mit dieser Forderung fand er breite Zustimmung bei den Abgeordneten. „Es wird darauf ankommen, nach Ablauf des Hochschulpaktes 3 die auslaufenden Mittel zu verstetigen, um somit die Grundfinanzierung der Hochschulen zu stärken“, so Bell.

Henkemeier gab den Abgeordneten den Vorschlag mit auf den Weg, die Qualitätsverbesserungsmittel, die seinerzeit als Kompensation für die Abschaffung der Studiengebühren eingeführt wurden, von ihrer Zweckbindung zu befreien und als „Qualitätserhaltungsmittel“ den Hochschulen zur Verfügung zu stellen“.