Pressearchiv

13.01.2016

Sicherheit geht vor Rallye-Teilnahme

Zwei Gespanne sagen Start bei der 4L Trophy ab – alternative Tour geplant

Soest. Die Teilnahme an der 4L Trophy in kultigen R4s hat bei Studierenden der Fachhochschule Südwestfalen schon fast Tradition. Wegen der aktuell angespannten Sicherheitslage in einigen Gebieten Nordafrikas, haben vier Mitglieder des R4-TeamsWestfalen jedoch jetzt entschieden, nicht an den Start zu gehen. Drei Duos werden sich wie geplant in kultigen, gut 30 Jahre alten und 34 PS starken „Kisten“ auf das sandige Abenteuer durch die Wüste begeben.

„Man muss abwägen, wann es zu viel wird, wann man schweigen sollte oder wann man sich gegen etwas erheben sollte. Und vor allem muss man abwägen, inwieweit es gut für einen selbst ist.“, heißt es in einer offiziellen Erklärung der Studierenden an Freunde, Verwandte, Bekannte, R4-Fans, Studierende, Dozenten und ehemalige Rallye-Fahrer. Wie schon im Vorjahr nehmen einige Mitglieder des aktuellen R4 Teams Westfalen die aktuelle Sicherheitslage zum Anlass, bereits vor dem Start aus der Rallye auszusteigen.

Die Entscheidung sei nicht leicht gefallen, bekräftigt Julia Frenk. „Wir haben uns Gedanken um die Teilnahme an der Rallye gemacht, Meinungen eingeholt, schlecht geschlafen, diskutiert und eine Entscheidung getroffen.“ Demnach haben sich Lorena Görtler, Juliana Kleffner, Anna Meshcheryakova und Claudia Wotzka dazu entschlossen, nicht an der Rallye teilzunehmen. Der Rest des Teams zeigt dafür vollstes Verständnis und bedankt sich für den Arbeitseinsatz und die Zeit, die alle für die Reparaturen der Autos und in das Marketing investiert haben.

Nach heutigem Stand werden Juliana Kleffner und Claudia Wotzka eine alternative Route durch Europa fahren. Bis dahin wollen sie ihr Team unterstützen und die Rallye-Teilnehmer bis Bordeaux begleiten und dann weiter über Madrid, Valencia und Lyon fahren. In Spanien möchten die beiden ehrenamtliche Arbeit leisten und stehen bereits in Kontakt mit humanitären Organisationen. Achtsam beobachtet das Team die derzeitige Nachrichtenlage, blickt aber dennoch zuversichtlich in die nahe Zukunft: „Wir wissen nicht, wo wir bis zum Start der Rallye stehen, wenn nach und nach Länder dem IS den Krieg erklären. Wir lassen uns nicht unterdrücken, sondern freuen uns riesig auf die 4L Trophy 2016.“, heißt es weiter in der Erklärung.

Am 14. Februar soll es losgehen auf die insgesamt rund 7.700 Kilometer lange Tour nach Paris, von dort nach Biarritz über Marrakesch und zurück nach Soest. Breits zum siebten Mal nehmen Studierende der Fachhochschule Südwestfalen, Standort Soest, die abenteuerliche Reise auf sich, um Schulmaterial und Lebensmittel zu marokkanischen Kindern zu bringen. Im Vordergrund steht dabei nicht die Schnelligkeit, vielmehr geht es um Teamgeist, Durchhaltevermögen und sportliches Verhalten. Besonders in der technischen Vorbereitung werden sie dabei von Prof. Dr. Jens Bechthold , sowie Fabian Jesse und Christopher Ruff, Wissenschaftliche Mitarbeiter am Standort Soest, unterstützt.