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Prof. Dr. Claus Schuster (2.v.r.), Rektor der Fachhochschule Südwestfalen, verabschiedete Prof. Dr. Hermann Johannes (3.v.r.) in den Ruhestand.
Prof. Dr. Claus Schuster (2.v.r.), Rektor der Fachhochschule Südwestfalen, verabschiedete Prof. Dr. Hermann Johannes (3.v.r.) in den Ruhestand.(Download )
Über 26 Jahre lehrte Prof. Dr. Hermann Johannes an der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen.
Über 26 Jahre lehrte Prof. Dr. Hermann Johannes an der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen.(Download )
05.02.2016

Hinterm Horizont geht’s weiter

Prof. Dr. Hermann Johannes an der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen in den Ruhestand verabschiedet

Hagen. Nach über 26 Jahren verlässt Prof. Dr. Hermann Johannes die Fachhochschule Südwestfalen. Am Donnerstagabend wurde der ehemalige Dekan des Hagener Fachbereichs Technische Betriebswirtschaft in den Ruhestand verabschiedet.

Wer ihn kennt, der weiß und schätzt es. Wer ihn kennen lernt, der merkt es sehr schnell: Prof. Dr. Hermann Johannes ist ganz sicher nicht der Mann der lauten Worte. Vielmehr argumentiert er sachlich, redet mit Bedacht. „Ihre Aussagen bestechen durch ihren Gehalt“, brachte es Prof. Dr. Manfred Heße, Dekan des Fachbereichs Technische Betriebswirtschaft, in seiner Ansprache auf den Punkt.

Und wenn es dafür noch eines Beweises bedurfte, so erbrachte ihn Prof. Johannes höchstselbst. In seiner Abschiedsvorlesung ging es nicht einfach nur um die Optimierung irgendeines Lagerbestandes. Es ging um die Optimierung des Lagerbestandes von Bier im Keller von Familie Johannes. Eigentlich ein Thema, das so manchen Redner zu einem wahren Feuerwerk von Kalauern verführt hätte. Und auch Prof. Johannes hatte es ganz sicher mit Bedacht gewählt. Er konnte etwas erklären, gut erklären, weil wohl fast jeder etwas mit dem praktischen Bezug anfangen konnte. Und er konnte scherzen. Er scherzte trocken, ohne jede Geste, manchmal so unaffektiert selbstverständlich, dass seine Zuhörer zweimal hinhören mussten, um die Pointe überhaupt als Pointe zu erkennen. Erst in den letzten Worten waren dann Emotionen deutlich herauszuhören: „Es hat mir unendlich viel Spaß gemacht. Es war beeindruckend, einfach toll“, sagte Prof. Johannes.

Die letzten beiden Attribute galten den Beiträgen der beiden Laudatoren. Den Anfang hatte Prof. Dr. Klaus Posten gemacht. Er würdigte den gebürtigen Saarländer, der 1989 als Professor für Informatik berufen wurde als „engen Wegbegleiter, als Freund, als didaktischen Analytiker, der maßgeblich zur hohen Qualität der Lehre beigetragen hat“. Dann trat Prof. Ulrich Lehmann ans Rednerpult. Dabei wollte er gar keine Rede halten. Erst zeigte er etliche Schnappschüsse aus vergangenen Tagen, dann stimmte er ein Lied an. „Hinterm Horizont geht’s weiter“, sangen die weit über hundert Festgäste. Und tatsächlich geht Prof. Johannes nicht so ganz. Mit einem Lehrauftrag bleibt er seinen Studierenden zunächst erhalten.