Pressearchiv

Bilder

Dorothea Schwung verstärkt ab sofort das Team des Fachbereichs Elektrische Energietechnik. Foto: FH/Pösentrup
Dorothea Schwung verstärkt ab sofort das Team des Fachbereichs Elektrische Energietechnik. Foto: FH/Pösentrup(Download )
11.02.2016

Wissenschaftlerinnen ausdrücklich erwünscht

FH SWF profitiert vom Landesprogramm für mehr Frauen an Hochschulen

Soest. Große Freude am Fachbereich Elektrische Energietechnik der Fachhochschule Südwestfalen: Die Stelle der neuen Kollegin Dorothea Schwung wird vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Die Fachhochschule hatte sich beim landesweiten Programm für geschlechtergerechte Hochschulen beworben und sicherte sich einen der insgesamt 26 Förderzusagen für neue Jobs an Universitäten, Fachhochschulen sowie Kunst- und Musikhochschulen.

Seit Anfang Februar arbeitet Dorothea Schwung für den Soester Fachbereich. Nach dem Studium der Elektrotechnik und Informationstechnik an der Universität Duisburg-Essen hatte sie einige Jahre Industrieerfahrung bei verschiedenen Unternehmen gesammelt und freut sich jetzt, an der Fachhochschule eine wissenschaftliche Laufbahn einschlagen zu können. „Ich habe mich schon früh für Mathematik und Naturwissenschaften begeistern können und sah in der Elektrotechnik ein breites Anwendungsspektrum mit spannenden Tätigkeitsfeldern. So bin ich zum Elektrotechnik-Studium gekommen.“ Dass diesen Weg nicht viele Nachwuchswissenschaftlerinnen gehen, zeigt exemplarisch die Statistik des Fachbereichs Elektrische Energietechnik: Am Standort Soest sind von 18 Professuren 4 mit Frauen besetzt (22,2%), in den technischen Fächern wie beispielsweise Messtechnik, Elektronik oder Automatisierungstechnik sind nur 2 von 11 Professuren (18,2%) mit Frauen besetzt. Von insgesamt 40 wissenschaftlichen Beschäftigten am Fachbereich sind 12 Frauen (30%), im technischen Bereich arbeiten nur 2 Frauen (5%). „Dabei steckt vor allem in der Elektrotechnik ungemein viel Potenzial, die Wissenschaft ist sehr zukunftsweisend und vielseitig. Als Absolventin hat man hervorragende Berufsaussichten und kann international arbeiten“, wirbt die Ingenieurin für den Studiengang.

Das Land NRW will der deutlichen Unterrepräsentanz an Hochschulen entgegenwirken und fördert Nachwuchswissenschaftlerinnen mit insgesamt 1,5Millionen Euro. Über die Dauer von drei Jahren werden von den insgesamt 73 eingereichten Anträgen im Programmstrang Nachwuchsförderung 26 Stellen mit jeweils 50.000 Euro bzw. 65.000 Euro jährlich gefördert. Darüber, einen der begehrten Förderzuschläge erhalten zu haben, freuen sich besonders Dagmar Driesen, Gleichstellungsbeauftragte an der Fachhochschule Südwestfalen, sowie Prof. Dr. Peter Thiemann als Dekan des Fachbereichs Elektrische Energietechnik, welche den Antrag gemeinsam erarbeitet hatten. „Wir haben großen Bedarf an zusätzlichen Lehrveranstaltungen im Bereich Simulationsverfahren, also der computerunterstützten Modellierung komplexer elektronischer und mechatronischer Systeme.“, beschreibt Prof. Dr. Thiemann den zukünftigen Aufgabenschwerpunkt der neuen Kollegin.