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(v.l.) Lisa-Marie Korte, Julia Frenk, Vanessa Herbers, Franziska Jarisch, Juliana Kleffner, Claudia Wotzka, Lisa Schulze, René Mittmann machten sich jetzt auf große Fahrt im R4.
(v.l.) Lisa-Marie Korte, Julia Frenk, Vanessa Herbers, Franziska Jarisch, Juliana Kleffner, Claudia Wotzka, Lisa Schulze, René Mittmann machten sich jetzt auf große Fahrt im R4.(Download )
15.02.2016

Wüstensand schweißt zusammen

R4 Team Westfalen 2016 zur Rallye von Biarritz nach Marrakesch gestartet

Soest. Am Sonntagmorgen (14.02.) haben sich sechs Studierende der Fachhochschule Südwestfalen in gut 30 Jahre alten Renaults 4 aufgemacht, um an der 4L Trophy von Biarritz nach Marrakesch teilzunehmen. Die Wüstentour ist ein studentisches Projekt der FH. Seit sieben Jahren starten Teams vom Standort Soest in immer neuer Besetzung.

Drei Fahrzeuge, besetzt mit fünf Studentinnen und einem Student, sind losgefahren nach Paris, weiter geht es über Orléans und Bordeaux bis nach Biarritz, wo die eigentliche Tour am 18. Februar starten wird. Bis Bordeaux werden sie von zwei weiteren R4-Fahrerinnen begleitet, die sich aber aufgrund der aktuell angespannten Sicherheitslage gegen die Teilnahme an der Rallye entschieden haben. Sie fahren stattdessen eine alternative Tour nach Madrid, um dort Lebensmittel zu einer Organisation zu bringen, die sich um Obdachlose kümmert. Mitglieder des „R4 Teams Westfalen“ wollen es sechs französischen Studenten gleichtun, die 1998 erstmals das Abenteuer durch die Wüste im kultigen R4 wagten. Wie damals, haben Fahrerinnen und Fahrer jeweils 50 Kilogramm Schulmaterial und Lebensmittel für marokkanische Kinder geladen. Bei der Rallye, an der mittlerweile mehr als 1.000 Teams aus ganz Europa starten, geht es nicht um Schnelligkeit, sondern um Teamgeist, Durchhaltevermögen und sportliches Verhalten.

Die 34PS-starken Renaults 4 übernehmen die Studierenden traditionell vom Vorjahresteam. Kaufpreis, Ersatzteile, Hilfsgüter – jedes Mitglied zahlt einen bestimmten Betrag aus eigener Tasche. Ein großer Dank gelte allen Sponsoren, ohne die das Projekt mit humanitärem Hintergrund wohl nicht zu schaffen gewesen wäre, so das Team bei der Abfahrt. Bei der technischen Vorbereitung, es galt, gut 30 alte „Kisten“ wüstentauglich zu machen, konnten die Studierenden wieder auf den Support von Prof. Dr. Jens Bechthold sowie Fabian Jesse und Christopher Ruff, Wissenschaftliche Mitarbeiter am Standort Soest, zählen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer studieren Design- und Projektmanagement (Fachbereich Maschinebau-Automatisierungstechnik), Elektrotechnik und Engineering and Project Management (beide Fachbereich Elektrische Energietechnik) an der FH. Viele Stunden haben sie im „Kfz-Labor“ verbracht, um im Ernstfall kleinere Reparaturen selbst erledigen zu können. Insgesamt müssen sie 7.700 Kilometer zurücklegen, davon führen sechs Etappen durch die marokkanische Sahara. Sie freuen sich auf die Herausforderung, auf das Gemeinschaftserlebnis und hoffen, dass es bei einer defekten Heizung im gelben R4 bleibt und Ersatzteile und Notreifen nicht zum Einsatz kommen werden.