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Bei einer Podiumsdiskussion im Hörsaal hatten die BKT-Schüler auch die Gelegenheit, Studierende nach ihren Erfahrungen mit dem Studium zu befragen.
Bei einer Podiumsdiskussion im Hörsaal hatten die BKT-Schüler auch die Gelegenheit, Studierende nach ihren Erfahrungen mit dem Studium zu befragen.(Download )
18.02.2016

„Das war maßgeschneidert für uns“

Schüler des Lüdenscheider Berufskollegs für Technik auf Informationsbesuch an der Fachhochschule Südwestfalen

Hagen/Lüdenscheid. Wie geht es mit mir weiter? Was mache ich nach der Schule? Auf der Suche nach Antworten auf diese wichtigen Fragestellungen besuchte die Abiturklasse des Lüdenscheider Berufskollegs für Technik (BKT) jetzt erstmals die Fachhochschule Südwestfalen in Hagen.

„Das macht doch wenig Sinn“. Andreas Löwen winkt ab, wenn man ihn auf die Tage der offenen Tür an den großen Universitäten anspricht. „Das bringt deshalb nicht viel“, begründet der Mathelehrer und MINT-Koordinator des BKT, „weil man da häufig Vorlesungen höherer Semester einfach mithört. Von diesem Stoff sind unsere Schüler doch noch viel zu weit weg“. Also entschied sich Löwen für einen anderen Weg. Mit 18 Schülern der Abiturklasse besuchte er die Fachhochschule Südwestfalen in Hagen. „Und das war ein toller Tag mit super Vorlesungen“, war Löwen anschließend überzeugt.

Denn an der Hagener Fachhochschule bekamen seine Schüler offensichtlich genau das, was sich ihr Lehrer von dem Besuch erwartet hatte: Direkte Beratung auf Augenhöhe und Vorlesungen, mit denen die Schüler auch inhaltlich etwas anfangen konnten. „Das war maßgeschneidert für uns“, lobt Löwen das von der Hochschule ausgearbeitete Programm, „der Stoff der beispielhaften Vorlesungen war für die Schüler kein Neuland. Sie nehmen also die Botschaft mit, dass die Hürde zur Hochschule nicht zu hoch ist. Dass sie das schaffen können.“

Aber Schüler, die vor dem Sprung ins Studium stehen, haben auch ganz andere Fragen. Fragen, die ihnen am allerbesten Studentinnen und Studenten beantworten können. Und deshalb gab es im späteren Tagesverlauf auch noch eine Podiumsdiskussion mit Studierenden der Hochschule. Habt ihr schnell Leute kennengelernt? Wieviel Freizeit bleibt?  Und wie finanziert ihr euch? Antworten darauf gab es aus erster Hand. „Das ist mal was anderes als die Beratung, die man so kennt. Ich fand es prima“, resümierte der 18-jährige Timo die Diskussion.

Tage wie diesen wird es in Zukunft wahrscheinlich öfters geben. Jedenfalls, wenn es nach Andreas Löwen und Prof. Dr. Annika Meyer geht. Meyer, die an der Fachhochschule Südwestfalen die Schulkontakte pflegt und den Gegenbesuch bei einer Visite am BKT verabredet hatte, möchte das Angebot verstetigen. „Und nächster Schritt“, so die Professorin , „wäre dann eine offizielle Kooperation“. Eine solche würde die Anerkennung von schulischen Leistungen für das anschließende Studium regeln.