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Gemäß den Vorgaben müssen die Studierenden-Teams je einen Scooter mit Komponenten aus Vulkanfiber umbauen und mit einem E-Motor ausstatten. Abbildungen (2): FH
Gemäß den Vorgaben müssen die Studierenden-Teams je einen Scooter mit Komponenten aus Vulkanfiber umbauen und mit einem E-Motor ausstatten. Abbildungen (2): FH(Download )
06.04.2016

Startschuss für Wettstreit um den besten Scooter

Studierende tüfteln wieder an neuem Fortbewegungsmittel aus Vulkanfiber

Soest. Am Fachbereich Maschinenbau-Automatisierungstechnik der Fachhochschule Südwestfalen hat es Tradition, dass Studierende ihre Fähigkeiten auch im Team und zu echten Wettbewerbsbedingungen unter Beweis stellen. So haben sich Prof. Dr. Christian Stumpf und Kai Laugsch auch in diesem Jahr wieder eine „Battle“ als praktisches Projekt für die Vorlesung „Angewandte Produktentwicklung“ ausgedacht. Zwei Studierenden-Teams treten gegeneinander an, den besten Scooter aus Vulkanfiber zu bauen.

Chopper, E-Bike, Katamaran – die am Standort Soest der Fachhochschule gebauten Fortbewegungsmittel aus Vulkanfiber liefern bereits genügend Material für eine Ausstellung. In diesem Jahr soll bewusst ein Fahrzeug für den Gebrauch im Alltag konzipiert werden: ein Scooter. „Stellt euch vor, ihr müsst den Zug erwischen und wollt nicht schweißgebadet am Arbeitsplatz auftauchen“, stellte Kai Laugsch, Wissenschaftlicher Mitarbeiter für das Fachgebiet Konstruktionstechnik und Anlagenbau, den Studierenden die Aufgabe vor. Praktisch wäre es doch, wenn man schnell für den Weg zum Zug einen klappbaren, mit Elektromotor betriebenen und sehr leichten Roller aus dem Rucksack holen könne.

66 Studierende der Studiengänge Maschinenbau, Design- und Projektmanagement sowie Technische Redaktion und Projektmanagement treten in zwei Teams gegeneinander an. Sie müssen innerhalb der kommenden Wochen je einen bestehenden Roller so umbauen, dass er den gestellten Anforderungen entspricht. Dazu müssen einzelne Teile durch Komponenten aus Vulkanfiber ausgetauscht werden. Vulkanfiber ist ein Faserverbundwerkstoff aus Baumwolle und Zellstoff, der zu 100% umweltfreundlich ist. Außerdem soll ein kleiner Motor eingebaut werden, die Energie liefert ein Akku aus einer Bohrmaschine.

Ob Planung, Beschaffung, Konstruktion oder Marketing – bei diesem Projekt geht es in erster Linie um Teamgeist. „Wie gut die Gruppe zusammenarbeitet, ist ganz wesentlich. Es kümmern sich immer kleinere Gruppen innerhalb des Teams um einen Projektbereich. Dabei muss jeder Arbeitsschritt reibungslos in den nächsten greifen, wie bei einem Uhrwerk“, betonte Prof. Dr. Christian Stumpf als Projektleiter.

Bei der Schlusspräsentation am 27. Juni am Möhnesee werden beide Teams von einer Jury bewertet. Bewertungskriterien sind dabei Schnelligkeit, Konstruktion, Präsentation, Originalität, aber auch die Zusammenarbeit im Team. Das beste Team darf sich nicht nur über den Sieg nach Punkten freuen, sondern erhält auch noch eine Prämie in Höhe von 1.500 Euro. Erstmals stiftet die Firma Ferchau- Engineering aus Oelde, vertreten durch Marco Butgereit, den „Ferchau- Förderpreis“.