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29.04.2016

Vermarktung von Schlüsseltechnologien

FH stärkt Kontakte zu Europäischen Hochschulen und Industrieverbänden

Soest. Die Fachhochschule Südwestfalen engagiert sich als Partner in zahlreichen Kooperationen, Vereinigungen und Verbänden, darunter die Academic Association of Sales Engineering (AASE). Parallel zur diesjährigen Hannover-Messe richtete die Europäische Fachhochschule (EUFH) die dritte Konferenz des Verbundes in Brühl aus.

Der vor zwei Jahren gegründete Verbund von 14 Hochschulen aus ganz Europa, dem die Fachhochschule Südwestfalen als Gründungsmitglied angehört, hat sich zum Ziel gesetzt, Lehre, Forschung sowie Öffentlichkeitsarbeit im Bereich „Vertriebsingenieurwesen“ zu fördern. Vertriebsingenieure vermarkten erklärungsbedürftige Investitionsgüter wie z.B. automatisierte Maschinen, die insbesondere auf der Hannover-Messe unter dem Konzept „Industrie 4.0“ präsentiert werden. Damit stehen Vertriebsingenieure an der Schnittstelle zwischen Industrie und Kunde und tragen erheblich dazu bei, solche Technologielösungen im In- und Ausland erfolgreich zu vermarkten und so unseren Industriestandort zu sichern.

Der Vizepräsident der EUFH, Prof. Dr. Rainer Paffrath, begrüßte die internationalen Konferenzteilnehmer aus Finnland, Frankreich, Österreich und Deutschland in Brühl. In seinem Rückblick erläuterte Prof. Dr. Ludger Schneider- Störmann von der Hochschule Aschaffenburg und erster Präsident der AASE die bisherigen Aktivitäten: „Wir haben in den letzten beiden Jahren große Fortschritte gemacht, um den „Vertriebsingenieur“ als Marke zu etablieren. Immer mehr Hochschulen bieten nun Bachelor- oder Masterstudiengänge zur Ausbildung von Vertriebsingenieuren an. Den Studierenden in Europa gibt dies ein Gefühl der Zusammengehörigkeit und der Industrie praxisnah ausgebildete Ingenieure für den Vertrieb technisch komplexer Systeme“.

Die Teilnehmer der diesjährigen Konferenz dankten Prof. Dr. Ludger Schneider- Störmann für seine hervorragende Aufbauarbeit und wählten Dr. Luis Barrantes einstimmig zum neuen Vorsitzenden der AASE. Luis Barrantes, der bisherige stellvertretende Vorsitzende, leitet den Studiengang Sales Engineering and Product Management an der Ruhr-Universität Bochum. Die bisherigen Leiter der Arbeitskreise für Lehre, Forschung und Öffentlichkeitsarbeit wurden in ihren  Ämtern bestätigt. Zu ihnen gehören Thomas Röhr, Professor an der École Supérieure des Technologies et des Affaires in Belfort, Frankreich, Jobst Görne, Professor an der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Aalen sowie Roman Anlanger von der Fachhochschule des bfi Wien.

Ein Schwerpunkt der diesjährigen Konferenz war die bessere Vernetzung der AASE mit der Industrie und den Industrieverbänden. So soll eine noch engere Verzahnung des AASE mit dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI) umgesetzt werden. Karlheinz Baron als Vertreter des VDI beschrieb die vom VDI initiierten berufsbegleitenden Weiterbildungskonzepte für Vertriebsingenieure und ergänzte.„Wir sind sehr froh, dass wir mit dem AASE einen Partner gefunden haben, der unsere bisherigen Konzepte durch akademische Studiengänge im Vollzeit- oder im dualen System ergänzt. Damit können wir das Bestreben, dem Arbeitsmarkt hochqualifizierte und technisch kompetente Vertriebs- und Marketingspezialisten zur Verfügung zu stellen, noch besser unterstützen.“

„Durch die aktive Mitarbeit im AASE stehen uns Kontakte zu anderen Europäischen Hochschulen, aber auch zu vielen Industrieverbänden zur Verfügung, die eine weitere Internationalisierung unseres Studiengangs „Wirtschaftsingenieurwesen“ ermöglichen. Forschungsbasierte Lehrinhalte werden unter Qualitätsgesichtspunkten abgestimmt, um somit eine attraktive Studienrichtung zu schaffen, deren Absolventen direkt und mit großem Nutzen eingesetzt werden können. Vor allem aber ergeben sich durch die Verbandsarbeit neue Ansätze für Forschung und Lehre im Bereich „Technischer Vertrieb“, so Prof. Dr. Robert Bach, Studiengangsleiter Wirtschaftsingenieurwesen an der Fachhochschule Südwestfalen am Standort Soest.