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Die technische Ausstattung im neuen Medienlabor macht die Ausbildung zum Technischen Redakteur „rund“. Foto: FH/Katja Wendlandt
Die technische Ausstattung im neuen Medienlabor macht die Ausbildung zum Technischen Redakteur „rund“. Foto: FH/Katja Wendlandt(Download )
02.05.2016

Neues Medienlabor an der Fachhochschule eröffnet

Technische Redaktion wird immer multimedialer – Lehrangebot angepasst

Soest. Die technische Ausstattung ist die Visitenkarte einer Hochschule. Eine sympathische Atmosphäre, die Qualität der Lehre und eben auch die Ausstattung sind wichtig für die Wahl des Studienortes. So hat die Fachhochschule Südwestfalen jetzt am Standort Soest ein neues Medienlabor eingerichtet. Damit haben Verantwortliche des Fachbereichs Maschinenbau-Automatisierungstechnik auf veränderte Ansprüche an die Ausbildung zum Technischen Redakteur reagiert.

Zehn erstklassig ausgestattete Arbeitsplätze mit hoch auflösenden Dual- Monitoren, einem interdisziplinären Softwarepaket für Grafik-, Text- und Multimediaanwendungen, dazu ein umfangreiches Foto- und Videoequipment – Studierende können im jetzt offiziell eröffneten Medienlabor unter Praxisbedingungen lernen und arbeiten. Die Eröffnung läutete gleichzeitig den Beginn des Studiengangs „Technische Redaktion und Medienmanagement“ ein, früher Technische Redaktion und Projektmanagement (TRP). Grund für die Umbenennung ist das veränderte Nutzungsverhalten der Konsumenten. „Das technische Produkt steht heute nicht mehr isoliert, sondern immer in Verbindung mit der zugehörigen Mediennutzung.“, erläuterte Beate Brinkwirth, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich Maschinenbau- Automatisierungstechnik. Ob Bedienung, Wartung oder kleinere Reparaturen von technischen Geräten, der Kunde wünscht eine multimediale, möglichst selbsterklärende Anleitung. Unternehmen, die Anlagen und Maschinen konstruieren, sind per EU-Richtlinie dazu verpflichtet, eine entsprechende technische Dokumentation mitzuliefern. Im Vordergrund steht dabei die Sicherheit des Anwenders.

„Technik wird immer komplexer. Das muss jemand erklären und dokumentieren. Mein Doktorvater hat immer gesagt, ‚Ingenieure können nicht schreiben.‘ Deshalb ist es so wichtig, dafür einen eigenen Studiengang anzubieten.“, unterstrich Dekan Prof. Dr. Andreas Brenke die Bedeutung des Studiengangs. Im Rahmen ihres Bachelor-Studiums lernen Studierende, die Fachsprache der Konstrukteure in eine für Anwender und Fachleute verständliche Anleitung zu übersetzen, Standards für einen sicheren Umgang mit den Maschinen zu formulieren und vieles mehr. Weil diese Vorgänge immer mehr auch multimedial eingefordert werden, haben die Verantwortlichen an der FH Südwestfalen reagiert und die Studieninhalte entsprechend angepasst. „Technische Reaktion und Medienmanagement“ vermittelt noch stärker das Rüstzeug für eine softwarebasierte Technische Produktdokumentation.

„Technische Redakteure sind gefragt. Unsere Absolventen können im Unternehmen direkt in die Praxis einsteigen", so Studiengangleiter Prof. Dr. Christian Stumpf. In der noch überschaubaren „Szene“ besteht ein intensiver Austausch. So unterstützen kooperierende Unternehmen wie die gds GmbH aus Sassenberg (global documents solutions), die Fischer Computertechnik FCT AG aus Radolfzell sowie die Schema Systems GmbH aus Nürnberg mit Softwarelizenzen für ihre Produkte. „Das erlaubt uns den Einsatz modernster Redaktionssysteme wie docuglobe, TIM oder Schema ST4“, freut sich Beate Brinkwirth. Ausführliche Informationen zum Studiengang Technische Redaktion und Medienmanagement werden bei der kommenden Studienberatung am Mittwoch,

11. Mai 2016, angeboten. Die Informationsveranstaltung beginnt um 17.30 Uhr in Raum 05.007 (Laborgebäude). Wer vorab Fragen hat oder an diesem Tag verhindert ist, kann sich per Mail melden bei Dr. Margitta Boin an boin.margitta@fh-swf.de.