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(v.l.) Marcel Kudelka, Christin Steimann und Julian Brenken sind auf einem guten Weg zum Berufsschullehrer
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04.05.2016

Vom Ingenieur zum Berufsschullehrer

Erste Bachelor-Absolventen der Fachhochschule Südwestfalen im Projekt Edu-Tech Net OWL beginnen Lehramtsstudium zum „Master of Education“

Meschede, Soest. Die ersten Bachelor-Absolventen der Fachhochschule Südwestfalen beginnen ihr Lehramtsstudium zum „Master of Education“ an der Universität Paderborn. Die Ingenieur-Studenten haben sich im Projekt „Edu-TechNet OWL“ für eine Weiterbildung zum Berufsschullehrer qualifiziert.

Drei von ihnen sind Marcel Kudelka, Christin Steimann und Julian Brenken. Sie starteten mit dem Studium des Maschinenbaus in Meschede und Soest. Im Studium erfuhren sie von dem neuen Zusatzangebot, das es ermöglicht, bildungswissenschaftliche Seminare für einen Übergang zum Lehramtsstudium an die Universität Paderborn zu belegen. „Als ich vor vier Jahren mein Fachabitur am Berufskolleg gemacht habe, sind schon viele Schulstunden ausgefallen, weil es zu wenig Berufsschullehrer gab. Vor kurzem habe ich die Schule wieder besucht und an dem Zustand von damals hat sich nichts geändert!“, beschreibt Marcel Kudelka die Situation. Das Problem ist nicht auf Nordrhein-Westfalen begrenzt, bundesweit werden Berufsschullehrer im Bereich Technik händeringend gesucht. Ein gutes Zeichen für die Teilnehmer des Projekts, das diese Lücke schließen will.

Die drei haben parallel zum Studium die Edu-Tech-Seminare besucht. In Kombination mit der Anerkennung aller fachwissenschaftlichen Studienanteile, haben sie die erforderlichen didaktischen und pädagogischen Zugangsvoraussetzungen erworben. Alle freuen sich darauf, später im Beruf mit jungen Menschen zusammenzuarbeiten – beste Voraussetzungen für den Wunschberuf Berufsschullehrer. Christin Steimann gefiel das flexible Zeitmodell besonders gut: „Der Einstieg in die Zusatzseminare war jederzeit jeweils zum Semesterbeginn möglich.“ Flexibilität ist ihr auch mit Blick auf das zukünftige Berufsleben wichtig: „Als Berufsschullehrerin lassen sich Beruf und Familie besser vereinbaren. Nach der Familienphase gelingt der Wiedereinstieg leichter und der Druck ist geringer als in der freien Wirtschaft.“

Standortvorteile sieht Julian Brenken, Maschinenbau-Absolvent aus Meschede: „Wenn ich in der Region bleiben möchte, habe ich es bei der Bewerbung als Maschinenbau-Ingenieur schwerer. Da müsste ich entweder Abstriche beim Gehalt machen oder eben den Wohn- und Arbeitsort wechseln. Als Berufsschullehrer bin ich auch hier in der Region sehr gefragt.“

Informationen zur Studienoption sind bei Sabine Linden erhältlich: Telefon 02921 3783363 oder per Mail unter linden.sabine@fh-swf.de.