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Eins zu Eins-Betreuung im Mathematiklabor: Tutoren lösen gemeinsam mit Studierenden deren Rechen-Probleme
Eins zu Eins-Betreuung im Mathematiklabor: Tutoren lösen gemeinsam mit Studierenden deren Rechen-Probleme (Download )
André Münzberg  Fotos: Christian Klett, FH Südwestfalen
André Münzberg Fotos: Christian Klett, FH Südwestfalen(Download )
03.06.2016

Wir rechnen mit Euch

Ins Mathematik-Lernlabor bringen Studierende ihr eigenes Mathe-Problem mit

Meschede. „Wir rechnen mit Euch!“ – so einfach fasst André Münzberg die Aufgabe des neu eingerichteten Mathematik-Lernlabors zusammen. Seit April können Studierende der Fachhochschule Südwestfalen in Meschede an bestimmten Tagen ihr eigenes Mathe-Problem mit ins Labor bringen. Zehnmal 90 Minuten pro Woche stehen Tutoren bereit, um mathematische Grundlagen von technischen Fragestellungen zu erklären, wenn die Zeit in der Vorlesung dafür nicht gereicht hat.

Münzberg erklärt es am Beispiel Radartechnik. In diesem Fach benötigen die Studierenden Grundlagen aus der Ingenieurmathematik im ersten Semester. „Die sind aber bei manchem nicht mehr präsent“, weiß der wissenschaftliche Mitarbeiter. „Studierende kommen fachlich hier anfangs meist gut zurecht, hinterher stehen aber praktisch nur noch Integrale an der Tafel.“ Dann sind Münzberg und seine Mitarbeiter vom Lernlabor gefragt. Die zertifizierten Tutoren versuchen den technischen Sachverhalt auszublenden und schauen sich mit dem Kandidaten nur die mathematischen Strukturen an. „Wir befreien sozusagen das Problem vom Mantel der Technik und machen die nackte Mathematik dahinter begreiflich“, so Münzberg.  

Finden die Tutoren Stellen, an denen es regelmäßig hakt, geben sie Rückmeldungen an die Professoren, um die Qualität in der Lehre zu verbessern. Außerdem sammeln sie die mitgebrachten Problemfälle und machen daraus anwendungsbezogene Aufgaben für die Ingenieur- und Wirtschaftsmathematik. So profitieren auch Studierende aus den ersten Semestern. Bei den Besuchern des Mathematik-Lernlabors kommt der Service gut an. Sadam Mehovic studiert International Management und  knobelt mit seiner Tutorin gerade an der Verkettung von Funktionen. Sein persönlicher Aha-Effekt: „Sonst kam mir das viel schwieriger vor, jetzt habe ich jede Aufgabe verstanden.“