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Bei einem Rundgang durch die Labore (hier Agrarwirtschaft) erfuhren die Gäste viel über praktisches Arbeiten an der Fachhochschule.
Bei einem Rundgang durch die Labore (hier Agrarwirtschaft) erfuhren die Gäste viel über praktisches Arbeiten an der Fachhochschule.(Download )
Wissenschaftliche Mitarbeiter, hier Tobias Müller (Mitte) im Labor für Elektrische Maschinen, Antriebssysteme und Leistungselektronik, gaben Erklärungen zu aktuellen Forschungsprojekten. Fotos (2): FH/Pösentrup
Wissenschaftliche Mitarbeiter, hier Tobias Müller (Mitte) im Labor für Elektrische Maschinen, Antriebssysteme und Leistungselektronik, gaben Erklärungen zu aktuellen Forschungsprojekten. Fotos (2): FH/Pösentrup(Download )
03.06.2016

Chinesische Talente wollen zur Fachhochschule

Deutsch-Chinesisches Kooperationsprojekt – Delegation zu Gast in Soest

Soest. Seit Herbst 2015 ist die Fachhochschule Südwestfalen ein starker Partner in einem Deutsch-Chinesischen Kooperationsprojekt. Das Programm zur Qualifizierung junger chinesischer Talente in Hochtechnologien verfolgt das Ziel, chinesische Sekundarschulabsolventinnen und -absolventen auf ein Bachelor- Studium in den Fächern Informatik, Naturwissenschaften und Technik in Deutschland vorzubereiten. Jetzt war eine chinesische Delegation zu Gast auf dem Soester Campus, um sich über die Studienbedingungen vor Ort zu informieren.

Was die internationale Ausrichtung anbelangt, kann sich die Fachhochschule Südwestfalen sehen lassen. Allein am Standort Soest lernen Studierende aus
mehr als 60 Nationen. Hinzu kommen zahlreiche Partnerschaften mit Hochschulen aus aller Welt. Im Herbst 2015 ist eine weitere vielversprechende Kooperation hinzugekommen – das Programm zur Qualifizierung junger chinesischer Talente in Hochtechnologien. Beteiligte sind die Beijing No. 35 High School, das Beijing Polytechnic, das Hans-Böckler-Berufskolleg (HBBK) Köln, die Carl Duisberg Centren (CDC) Köln, die Fachhochschule Südwestfalen sowie drei weitere Hochschulen in NRW. Das Programm zielt darauf ab, chinesische Schülerinnen und Schüler zunächst mit Deutsch- und Englischkursen sprachlich auf ein ingenieurwissenschaftliches Studium in Deutschland vorzubereiten. Absolventinnen und Absolventen der High School können im Rahmen eines neu eingerichteten zweijährigen Bildungsgangs eine Qualifikation vergleichbar mit dem schulischen Teil der deutschen Fachhochschulreife erwerben. In abschließenden Intensivkursen in Deutschland werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer fit gemacht für ihr Studium an der FH.

Sieben Gäste der chinesischen Partnerschulen, Vertreterinnen und Vertreter der Carl Duisberg Centren sowie der Universität Duisburg-Essen waren jetzt nach Soest gekommen, um sich vor Ort ein Bild von der Fachhochschule Südwestfalen zu machen. „Die berufliche Ausbildung steckt in China noch in den Kinderschuhen. Es ist auch bekannt, dass eine praxisbezogene Ausbildung in Deutschland sehr weit fortgeschritten ist.“, nannte Tian Hongzhong als Vizepräsident der Beijing Polytechnic den Grund der weiten Reise. Die Gäste interessierten sich besonders für die Zulassungsvoraussetzungen für ein Studium an einer deutschen Hochschule, Studiendauer sowie für die Berufschancen der Absolventen. „Gut 95% der Studierenden haben bereits vor Studienabschluss eine gute Stelle sicher. Wir haben hier keine Studiengänge, wo es rein um die akademische Selbstverwirklichung geht, mit der man im Unternehmen später aber nichts anfangen kann. Wir legen vielmehr Wert auf einen sehr hohen Praxisbezug und die Vermittlung einer Vielfalt an Fähigkeiten, die Absolventen später im Beruf direkt anwenden können.“, erläuterte Prof. Dr. Claus Schuster den Leitgedanken der Fachhochschule.