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Lena und Johanna sind die Gewinnerinnen von „Physik Aktiv“. Ihre Papier-Brücke trug ein Gewicht von über zwei Kilogramm.
Lena und Johanna sind die Gewinnerinnen von „Physik Aktiv“. Ihre Papier-Brücke trug ein Gewicht von über zwei Kilogramm.(Download )
Vielleicht ganz schön, aber nicht stark genug. Diese Brücke hielt nicht, was sie verspricht.
Vielleicht ganz schön, aber nicht stark genug. Diese Brücke hielt nicht, was sie verspricht.(Download )
Vorsicht beim Befüllen. Auch eine noch so stark konstruierte Brücke kommt ins Wanken, wenn man sie zu schnell belastet.
Vorsicht beim Befüllen. Auch eine noch so stark konstruierte Brücke kommt ins Wanken, wenn man sie zu schnell belastet.(Download )
06.06.2016

Eine Leidenschaft für Zweckbauten

Finale von „Physik Aktiv“ in der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen

Hagen. So schlägt man Brücken. Beim Finale der Aktion „Physik Aktiv“ im Audimax der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen entstand eine echte Verbindung zwischen leidenschaftlichen Schülern und einem faszinierendem Fach.

„Physik Aktiv“ ist, wenn sich der Absatz an Spaghetti Bolognese in der Mensa der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen plötzlich verfielfacht. „Physik Aktiv“ ist aber auch, wenn das Audimax der Hochschule vor Kreativität und Tüftelei nahezu überschwappt. „Physik Aktiv“ ist eine Aktion der Bezirksregierung Arnsberg, mit der Schülerinnen und Schüler der Klassen fünf bis acht ihre Begeisterung für Naturwissenschaften im Allgemeinen und für Physik im Speziellen entdecken, erweitern und ausleben sollen.

Aber wie soll das gehen? Wie bringt man Physik, Schüler und Spaß an einen Tisch? Die Bezirksregierung setzt dabei auf einen Wettbewerb. Bei „Physik Aktiv“ treten Schülerteams erst schulintern und beim Finale in der Fachhochschule dann schulübergreifend gegeneinander an. Dabei müssen sie eine Aufgabe lösen, die sie zuvor im Detail nicht kennen. Und diese Aufgabe war auch beim diesjährigen Finale nicht von Pappe. Eine Brücke sollten die Schüler bauen. Aus Papier und durchaus unter Zeitdruck. „Es soll eine mindestens 80 Zentimeter lange Brücke aus einer begrenzten Menge an Papier und Klebefilm gebaut werden“, erklärt Organisator Stefan Müller die Aufgabe. Der Knackpunkt kommt aber noch. Stefan Müller: „Diese Brücke soll eine möglichst große Last tragen können.“ Gewinnen würde nämlich die Mannschaft, deren Brücke am meisten Bonbons vor der Erdanziehungkraft bewahren kann.

Und damit war klar: Hier werden keine Designerbrücken gesucht, sondern knallharte Zweckbauten, hinter denen eine tragfähige Architektur steckt. Und hier leisteten Lena und Johanna aus Witten Bemerkenswertes. Über zwei Kilogramm bunter Bonbons hielt ihre Brücke. Ein haushoher Sieg. Die beiden Mädchen hatten weiter gedacht. „Die Brücke sieht zerbrechlich aus“, gibt Johanna zu. „Aber“, erklärt Lena, „wir haben sie so konstruiert, dass sie sich unter Belastung selbst stabilisiert“.  Stefan Müller sieht das Konzept von „Physik Aktiv“ bestätigt: „Hier findet eine praktische und selbständige Auseinandersetzung mit dem Fach statt. Sollten noch Berührungsängste da sein, werden sie so abgebaut“.