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Das Team Westfalen 2017 startet jetzt mit den Vorbereitungen: (v.l.) Sophie Gamst, Christina Sommer, Pascal Springkämper, Katharina Korte, Lukas Weiland, Laura Quaiser, Maximilian Kirschstein und Tobias Kurze.
Das Team Westfalen 2017 startet jetzt mit den Vorbereitungen: (v.l.) Sophie Gamst, Christina Sommer, Pascal Springkämper, Katharina Korte, Lukas Weiland, Laura Quaiser, Maximilian Kirschstein und Tobias Kurze.(Download )
16.06.2016

In der Kultkiste durch die Sahara

4L Trophy: Acht Studierende bringen Hilfsgüter zu marokkanischen Kindern

Soest. Selten zieht ein studentisches Projekt Studierende wie Betreuer gleichermaßen über viele Jahre derart in den Bann – das Projekt „4L Trophy“ geht ins achte Jahr. Im Februar 2017 machen sich acht Studierende als neu gegründetes R4 Team Westfalen, darunter sieben von der Fachhochschule Südwestfalen, einer von der Hochschule Hamm-Lippstadt, vom Soester Campus auf, um in gut 30 Jahre alten Renaults 4 die Wüste zu bezwingen.

„Für mich steht der humanitäre Zweck ganz klar im Vordergrund“, begründet Tobias Kurze, der in Soest Wirtschaftsingenieurwesen studiert, seinen Entschluss, mitzufahren. Über insgesamt 7.700 Kilometer verläuft die Strecke von Soest über Paris, Madrid durch die marokkanische Sahara bis in den Südwesten Marokkos und zurück. Die eigentliche Rallye (gut 6.000 Kilometer) startet am 16. Februar 2017 in Biarritz, die Ziellinie wird das R4 Team Westfalen am 26. Februar in Marrakesch überqueren. Die Tour geht auf die Idee sechs französischer Studenten zurück, die 1998 erstmals das Abenteuer durch die Wüste im einstigen Kultmobil der französischen Studentenbewegung wagten. An Bord der Fahrzeuge sind jeweils 50 Kilogramm Schulmaterial und Lebensmittel für marokkanische Kinder. Bei der Rallye geht es nicht um Schnelligkeit, sondern um Teamgeist, Durchhaltevermögen, sportliches Verhalten, das Gemeinschaftserlebnis und – den guten Zweck. In diesem Jahr gehen 1.200 Teams mit 2.400 Studierenden aus ganz Europa an den Start.

Bis dahin werden die Soester Teilnehmerinnen und Teilnehmer aber noch einige Stunden in der Kfz-Werkstatt der Fachhochschule verbringen, um die Autos wieder fit für die anstehende Wüstentour zu machen. „Da lernt man was über die Technik des Autos, das Wissen brauche ich im Studium.“, scheut sich Sophie Gamst, die an der FH Design- und Projektmanagement (DPM) studiert, nicht vor ölverschmierten Händen. Unterstützt werden die Studierenden dabei von Dr. Jens Bechthold, Professor im Fachbereich Maschinenbau-Automatisierungstechnik, der das Projekt von Anfang an begleitet. Jedes Jahr übernimmt das neu gegründete Team jeweils die Fahrzeuge vom Vorjahresteam. Gut 9.500 Euro fallen pro Auto an für die Startgebühr, Benzin, Ersatzteile, TÜV-Gebühr und Reparaturen. Die Studierenden steuern einen Eigenanteil bei, können die gesamte Summe ohne die Hilfe vieler Sponsoren aber nicht stemmen. Mehr Informationen zum Sponsoring finden Interessierte unter www.r4teamwestfalen.de.

Technisches Wissen in der praktischen Arbeit am Fahrzeug erwerben, das Abenteuer Wüste erleben und auch noch etwas Gutes tun – das Vorjahresteam hat es verstanden, schnell acht Nachfolgerinnen und Nachfolger für die Sache zu begeistern. Das Projekt ist über die Fachhochschule Südwestfalen hinaus ein Begriff. So zählt mit Maximilian Kirschstein, der Technisches Management und Marketing studiert, zum ersten Mal auch ein Student der Hochschule Hamm-Lippstadt zum Soester R4-Team.