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Mit deutlichem Vorsprung siegte in der Kategorie „Geschwindigkeit“ das „Team schwarz“ mit seinem Scooter „e-motion“.
Mit deutlichem Vorsprung siegte in der Kategorie „Geschwindigkeit“ das „Team schwarz“ mit seinem Scooter „e-motion“.(Download )
„Team weiß“ hatte mit seinem „ezi“ in der Gesamtwertung nach Punkten die Nase vorn. Fotos (2): FH/Glinka
„Team weiß“ hatte mit seinem „ezi“ in der Gesamtwertung nach Punkten die Nase vorn. Fotos (2): FH/Glinka(Download )
29.06.2016

Scooter „ezi“ macht das Rennen easy

Interdisziplinäres Projekt: Studierende bauten Scooter aus Vulkanfiber

Soest. 50 Studierende, zwei Teams, ein Ziel: den besten Scooter aus Vulkanfiber bauen. Erneut hat das praktische Projekt für die Vorlesung „Angewandte Produktentwicklung“ alle Beteiligten an die „physischen und psychischen Belastungsgrenzen getrieben“, wie Projektleiter Prof. Dr. Christian Stumpf es treffend umschrieb. Nach elf arbeitsreichen Wochen konnten beide Teams zum Finale einen fahrtüchtigen Scooter präsentieren.

Teilweise hatten die Studierenden bis kurz vor der Abschlusspräsentation am Möhnesee an ihren Prototypen gearbeitet. „Das, was Sie hier im Kleinen ausprobiert haben, das ist später das Leben!“, sprach Prof. Dr. Andreas Brenke, Dekan des Fachbereichs Maschinenbau-Automatisierungstechnik, den Studierenden seinen Respekt für die wochenlang geleistete Arbeit aus. Originalität, technisches Know-how und Teamfähigkeit zu echten Wettbewerbsbedingungen unter Beweis zu stellen, darum ging es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den vergangenen elf Wochen. Traditionell verpackten Prof. Dr. Christian Stumpf und Kai Laugsch, Fachgebiet Konstruktionstechnik und Anlagenbau, die Aufgabe in einem Wettstreit. Nach dem Katamaran im Vorjahr sollte dieses Mal ein Fahrzeug für den Gebrauch im Alltag konzipiert werden: ein Scooter, den man mit wenigen Handgriffen zusammenklappen und im Rucksack verstauen kann. Dabei sollten einzelne Komponenten aus Vulkanfiber bestehen, ein Faserverbundwerkstoff aus Baumwolle und Zellstoff, der zu 100% umweltfreundlich ist. Außerdem sollte ein kleiner Motor eingebaut werden, die Energie liefert der Akku aus einer Bohrmaschine. Jedes Team setzte sich interdisziplinär aus Studierenden der Studiengänge Maschinenbau, Design- und Projektmanagement sowie Technische Redaktion und Medienmanagement zusammen. Planung, Design, Konstruktion, Fertigung und Technische Dokumentation sowie Marketing – für jeden Schritt von der Idee bis zum fertigen Prototypen war jeweils eine Untergruppe innerhalb des Teams verantwortlich. Unterstützt wurde das Projekt von der Ferchau Engineering GmbH, der Infineon Technologies AG, der Volksbank Hellweg eG, der Sparkasse Soest, dem Dekra e.V., der ZaBag GmbH, der Gemeinde Möhnesee sowie der Stadt Soest.

So stellte das „Team weiß“ der kritischen Fachjury sein Produkt als Scooter „ezi“ vor. Sie setzten auf die Integration eines klassischen Radnabenmotors am Vorderrad, um den Wirkungsrad des gesamten Betriebssystems so effizient wie möglich zu gestalten. Ganz „ezi“, gesprochen „easy“, verbauten die Studierenden zusätzlich eine Skateboard-Achse am Heck für bessere Wendigkeit und ein flexibleres Lenkverhalten. Mitbewerber „Team schwarz“ lieferte für seinen Scooter „e-motion“ eine beeindruckende Produktpräsentation und ein durchdachtes Design ab.

Besonderer Clou: Eine wetterfeste und allzeit griffbereite Kurzanleitung in Form eines Leporellos. Allerdings fielen der kritischen Jury konstruktionsbedingte Schwächen ins Auge. So hatte am Schluss „Team weiß“ mit seinem „ezi“ die Nase vorn. Sie durften sich nicht nur über den Sieg nach Punkten freuen, sondern zusätzlich über eine Prämie in Höhe von 1.500 Euro. Die Firma Ferchau Engineering aus Oelde, vertreten durch Mike Rülling, Niederlassungsleiter Dortmund, und Marco Butgereit, stiftete erstmals den „Ferchau-Förderpreis“.