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Für drei Teams gab es den begehrten „Konstruktionsoskar“ und ein Preisgeld von insgesamt 300 Euro. Foto: FH/Pösentrup
Für drei Teams gab es den begehrten „Konstruktionsoskar“ und ein Preisgeld von insgesamt 300 Euro. Foto: FH/Pösentrup(Download )
01.07.2016

„Wir bauen die Zukunft!“

14. Konstruktionspreis an Maschinenbau-Studierende der FH verliehen

Soest. Energiebewusst bauen und Energie effizient nutzen – zu modernen Energiesparkonzepten haben sich Studierende der Fachhochschule Südwestfalen im Wettbewerb um den 14. Soester Konstruktionspreis Gedanken gemacht. Ihre Projekte stellten sie gestern (Donnerstag, 30. Juni 2016) im Siegmund-Schultze- Haus in Soest vor.

Ein Konzept für ein energieautarkes Gebäude entwickeln, diese Aufgabe stellte Prof. Dr. Christian Stumpf vor Wochen im Rahmen der Lehrveranstaltung Konstruktionssystematik. Dabei stand es den Maschinenbau-Studierenden im 4. Semester frei, ob sie beispielsweise ein „nachrüstbares“ System für ein Reihenhaus entwickeln oder ob sie eine innovative Lösung für große Hallendächer, Tankstellendächer etc. finden. Mögliche Komponenten wie Windkraft, Photovoltaik oder Geothermie durften sie frei wählen. Maßgeblich war die Anforderung, dass mit einem schlüssigen System nahezu der gesamte Energiebedarf selbst produziert werden kann. Vier Teams mit insgesamt 40 Studierenden stellten ihre Projekte einer kritischen Jury vor, darunter Michael Karwik von der JOB AG Technology Service GmbH aus Dortmund, Ines Leutner und Christian Rebbe von der Bertrandt Services GmbH aus Dortmund, Udo Pollmeyer von der CAE Engineering und Service GmbH aus Bielefeld sowie Martin Stolz von thyssenkrupp Rothe Erde GmbH aus Lippstadt, der 2011 selbst als FH-Student am Wettbewerb teilgenommen hatte. Als Juror von der Fachhochschule Südwestfalen bewertete Prof. Dr. Michael Schroer aus Meschede die Wettbewerbsbeiträge der Studierenden.

Die bewusst offen gehaltene Aufgabenstellung bot eine Vielzahl an möglichen Lösungen. So setzte ein Team auf eine „Smartflower“, eine Photovoltaikanlage, die sich nach dem Stand der Sonne ausrichtet und wie eine überdimensional große Blume aussieht. Die Mitbewerber stellten ihr Konzept von einer intelligenten Energiespeicherung vor. Sie wollten den Energieüberschuss aus den licht- und energiestarken Sommermonaten ganzjährig nutzen. Mithilfe einer Elektrolyse- Anlage soll dabei Strom in Form von Wasserstoff gespeichert werden. Ein weiteres Team bezog gleich mehrere Häuser in seine Planungen ein. Im Sinne von Industrie 4.0 sind dabei einzelne Häuser im Gesamtsystem „Eco Parc“ miteinander vernetzt. Die einzelnen Parteien sind nicht auf eine Energiequelle angewiesen und können bei Bedarf überschüssige Energie untereinander austauschen. Mit seinem Haus der Zukunft „Greentarky“ hatte das Gewinnerteam die Nase vorn. Unter dem Slogan, „Wir bauen die Zukunft“, hatten sie einen zweistöckigen, 150 Quadratmeter großen Neubau für eine vierköpfige Familie geplant. Mit Komponenten wie Dämmung mit Glaswolle, Energierückgewinnung durch Abluft, Photovoltaikelement, Windkraftanlage und einer zusätzlichen thermischen Solaranlage mit Vakuumröhren könnte das Haus zwei Tage autark, also unabhängig von externen Energielieferanten, betrieben werden. Außerdem sah der Plan vor, Frischwasser aus einem eigens angelegten Brunnen zu nutzen.