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Arbeitsplatz in der Finanzwelt: Frank Raulf vor der Skyline von Frankfurt am Main  Foto: Frank Raulf
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28.07.2016

Gut vorbereitet in die Welt der Finanzen

Frank Raulf absolvierte sein Masterstudium in Wirtschaft in Meschede und arbeitet jetzt als Wirtschaftswissenschaftler für die Deutsche Bundesbank

Frankfurt / Meschede. Frank Raulf arbeitet seit einem Jahr für die Deutsche Bundesbank in Frankfurt am Main in der Statistischen Abteilung. Seine Aufgabe ist es vor allem, Jahresabschlüsse von Konzernen sowie von Einzel¬unternehmen aufzubereiten und zu analysieren. Das Rüstzeug dafür hat er in seinem Masterstudium in Meschede gelernt.

Konzerne sind wichtige Akteure in der Weltwirtschaft“, erklärt Raulf, „Impulse, die die Wirtschaft beeinflussen können, kann man in Konzerndaten möglicherweise schon früh erkennen.“ Der als  Wirtschaftswissenschaftler eingestellte Raulf analysiert aktuelle Tendenzen, beispiels­weise für Umsätze und Erträge in der Konzernabschluss­statistik. Diese verbindet er mit volkswirtschaftlichen Daten, wie dem Bruttoinlandsprodukt. Seine ökonometrischen Analysen und Simulationen dienen einem besseren Verständnis der finanziellen Entwicklungen im Unternehmenssektor. Bilanzdaten werden von Analytikern der Bundesbank beispielsweise genutzt, um Auswirkungen auf die Ersparnisbildung von Unternehmen besser zu interpretieren. Mittelbar unterstützen Raulfs Arbeiten auch die Beurteilung der Finanzstabilität und die gesamtwirtschaftlichen Analysen, die in die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank einfließen.

Die Verbindung aus Betriebs- und Volkswirtschaftslehre in seiner Tätigkeit hat Frank Raulf aus seinem Mescheder Wirtschaftsstudium mitgenommen. In der Bewerbung hat ihm die nicht an jeder Hochschule übliche Kombination geholfen. Dabei war er zu Beginn seines Studiums kein Freund quantitativer Methoden. Mathematik und Statistik musste er erst lieb gewinnen. Erst zum Ende des Bachelorstudiums wandte er sich der Finanzmarkttheorie zu und lenkte sein Master-Studium in eine quantitative Richtung. Jetzt arbeitet er in einem Team mit Volkswirten, Betriebswirten Informatikern und Mathematikern. „Ich habe einen Job gesucht, der dem entspricht, was ich studiert habe und den habe ich gefunden“, freut sich Raulf.

Auch hat sich sein Lebensmittelpunkt deutlich aus dem Sauerland verlagert. Bis zu seinem Abschluss Mitte 2014 hat Frank Raulf Meschede kaum verlassen. Zuletzt wohnte er ganz in der Nähe der Hochschule. Heute gehört er zu einer Arbeitsgruppe, die über ganz Europa verteilt ist. „In einer Datenbank führen wir Daten europäischer Konzerne zusammen und analysieren diese“, sagt Raulf, der deshalb mittlerweile auch auf europäischer Ebene unterwegs ist. „Das schätze ich sehr und möchte es nicht mehr missen“, so der 33-jährige, auch wenn er immer gerne wieder nach Meschede kommt.

Hintergrund:

Die Deutsche Bundesbank wurde 1957 als Zentralbank der Bundesrepublik Deutschland gegründet. Sie hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Seit 1999 ist sie Teil des Eurosystems, in dem sie zusammen mit den anderen nationalen Zentralbanken und der Europäischen Zentralbank für die gemeinsame Währung, den Euro, verantwortlich ist.

Zentrales Geschäftsfeld ist die Geldpolitik des Eurosystems. Die vorrangige Aufgabe ist es, die Geldwertstabilität im Euro-Raum zu sichern. Hierfür sind gründliche Analysen, eine langfristige Orientierung und Neutralität gegenüber Einzelinteressen unabdingbar.

Zu den weiteren Aufgaben gehören das Finanz- und Währungssystem, die Bankenaufsicht, der unbare Zahlungsverkehr sowie das Bargeld. Diese Aufgaben werden in neun regionalen Hauptverwaltungen mit insgesamt 35 Filialen wahrgenommen. 2015 arbeiteten hier 9.636 Mitarbeiter.

Quelle und weitere Informationen: www.bundesbank.de