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Führung funktioniert nicht ohne Vertrauen, sollte diese Übung deutlich machen.
Führung funktioniert nicht ohne Vertrauen, sollte diese Übung deutlich machen.(Download )
Prof. Dr. Jens Bechthold (rechts) hatte sich die Übung mit Klara als Co-Dozentin ausgedacht. Fotos (2): FH/Pösentrup
Prof. Dr. Jens Bechthold (rechts) hatte sich die Übung mit Klara als Co-Dozentin ausgedacht. Fotos (2): FH/Pösentrup(Download )
22.09.2016

Managementtraining mit Eseldame

Studierende an der FH Südwestfalen testen ihre „Führungskräfte“

Soest. Im Managementtraining werden Pferde gerne eingesetzt, um Führungskräften ihre Wirkung auf andere deutlich zu machen. Studierende an der Fachhochschule Südwestfalen nahmen jetzt die Übung für Fortgeschrittene auf sich. Sie streben leitende Positionen in Unternehmen an und testeten vorab, wie viel Autorität in ihnen steckt. Kritische Trainingspartnerin: Zwergeseldame Klara.

Als „kleines Verhaltensexperiment“ hatte Prof. Dr. Jens Bechthold die Übung angekündigt. Er unterrichtet im weiterbildenden Master-Studiengang Technik- und Unternehmensmanagement am Fachbereich Maschinenbau- Automatisierungstechnik in Soest. Der Studiengang hat zum Ziel, Ingenieurinnen und Ingenieuren sowie Studierende mit einschlägigen Bachelor-Abschlüssen für ihre Aufgaben im Management zwischen den technischen und betriebswirtschaftlichen Bereichen eines Unternehmens vorzubereiten. Auf dem Stundenplan steht unter anderen der Bereich Mitarbeiterführung. Ganz ohne Autorität komme eine Führungskraft nicht aus, so Prof. Bechthold. Allerdings spielten Vertrauen und Glaubwürdigkeit dabei eine entscheidende Rolle.

Ob sie bereits die gewünschte Wirkung erzielen, wie es eine leitende Position erfordert, konnten die Studierenden im Training mit der Zwergeseldame Klara testen. Zunächst mussten sie den Vierbeiner durch einen Slalom-Parcours führen. Anspruchsvoller wurde es, als Klara eine, mit Plastikplane bedeckte Rasenfläche betreten sollte. Da halfen nur überzeugende Argumente wie Mohrrüben und getrocknetes Brot. Zu lasches Durchsetzungsvermögen quittierte der Vierbeiner mit stoischer Unbeweglichkeit. „Die Übung hat den Studierenden gezeigt, dass man als Vorgesetzter zwar bestimmt vorgehen, aber nicht zu viel Druck ausüben sollte. Das gilt besonders dann, wenn sich Mitarbeiter mit neuen und noch unbekannten Aufgaben auseinandersetzen müssen.“, übertrug der Professor das Übungsergebnis auf die Arbeitswirklichkeit im Unternehmen.