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Prof. Dr. Eva Eisenbarth
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27.09.2016

Biomaterialien in der Medizin – Wie geht das?

Iserlohner Professorin referiert und diskutiert bei der Wissensnacht Ruhr

Iserlohn. Am 30. September wird die Metropole Ruhr praktisch über Nacht zu einem faszinierenden und außergewöhnlichen Zentrum der Wissenschaft. Zum zweiten Mal nach 2014 findet die Wissensnacht Ruhr statt. Mit dabei ist auch Prof. Dr. Eva Eisenbarth, Dekanin des Fachbereichs Informatik und Naturwissenschaften und Leiterin des Labors für Biomaterialien an der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn.

Man kann bei der Wissensnacht Ruhr durchaus ordentlich Kilometer machen. Schließlich verteilen sich die über 300 Programmpunkte auf mehr als 20 Standorte im gesamten Ruhrgebiet. Als Besuchermagnet dürfte sich beispielsweise das Dortmunder U erweisen. Dort gibt es ein kunterbuntes Konzentrat aus nahezu allem, was die Wissenschaft erlebbar macht. Und dort trifft man auch Prof. Dr. Eva Eisenbarth und weitere FH-Professoren von den Standorten Hagen und Soest.

Ab 16:00 Uhr referiert Prof. Eisenbarth über die Chancen und Möglichkeiten moderner Biomaterialien. Diese werden immer besser an die individuelle Lebenssituation von Patienten angepasst, häufig mit Hilfe der Nanotechnologie. Deren Einsatz ermöglicht aktuellen Implantatwerkstoffen kürzere Einheilzeiten, eine verbesserte Mobilität und Beweglichkeit von Patienten und eine stetige Steigerung der Lebensqualität. Mit Hilfe nanoskaliger Elemente und Eigenschaften kann man zelluläre Reaktionen auf Biomaterialien und Implantate beeinflussen und den Einheilprozess beschleunigen. Zudem wird die Nanotechnologie genutzt um moderne Biomaterialien für ausgewählte Einsatzgebiete und sogar für einzelne Patientengruppen maßzuschneidern. So können Patienten mit bestimmten Vorerkrankungen mit Biomaterialien versorgt werden, die das Knochenwachstum anregen, die Belastbarkeit verbessern und gegen Verschleiß und Abrieb resistenter sind.

Durch die kurze Abfolge von Verbesserungen und neuen Behandlungsansätzen beim Einsatz von Biomaterialien bleibt zunehmend weniger Zeit zur Prüfung der langfristigen Funktionalität neuer Biomaterialen. „Chancen und Risiken von Innovationen auf dem stets größer werdenden Markt müssen in Zukunft sorgfältiger gegeneinander abgewogen werden“, meint Prof. Eisenbarth und zeigt Möglichkeiten und Ansätze auf, moderne Biomaterialien mit geringerem Risiko für die Patienten zu nutzen.

Die Wissensnacht Ruhr beginnt um 16:00 Uhr und endet gegen 22:00 Uhr. Alle Informationen dazu sind unter https://www.wissensnacht.ruhr/home/ zu finden.