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Mit Alexander Grote hat sich ein weiterer FH-Absolvent den Doktortitel erarbeitet. Es gratulierten (v.l.) Prof. Dr. Erwin Schab, Prof. Dr. Peter Haring-Bolivar, (zweite Reihe) Prof. Dr. Marcin Grzegorzek, Prof. Dr. Bernd Engel und Prof. Dr. Andreas Kolb.
Mit Alexander Grote hat sich ein weiterer FH-Absolvent den Doktortitel erarbeitet. Es gratulierten (v.l.) Prof. Dr. Erwin Schab, Prof. Dr. Peter Haring-Bolivar, (zweite Reihe) Prof. Dr. Marcin Grzegorzek, Prof. Dr. Bernd Engel und Prof. Dr. Andreas Kolb. (Download )
06.10.2016

Akademische Laufbahn mit Doktortitel gekrönt

Erste kooperative Promotion zwischen FH SWF und Universität Siegen

Iserlohn. Es ist geschafft: Nach Diplomabschluss in Mechatronik und berufsbegleitendem Masterstudium Computer Vision und Computational Intelligence in Iserlohn, erarbeitete sich Alexander Grote jetzt mit der Doktorwürde auch den höchsten zu erreichenden akademischen Titel an der Fachhochschule Südwestfalen. Möglich gemacht hat dies eine Kooperation mit der Universität Siegen.

Auch heute besitzen Fachhochschulen kein eigenständiges Promotionsrecht. Die Umsetzung der Bologna-Beschlüsse haben die Promotionsmöglichkeiten für Fachhochschul-Absolventen jedoch entscheidend verbessert. Führte noch vor ein paar Jahren nur der Weg über ein weiteres Universitäts-Studium zum Ziel, so lassen die meisten Bundesländer heute ein kooperatives Promotionsverfahren zu. Ist ein Thema für die Dissertation gefunden, wird Kontakt zu einer in Frage kommenden Universität aufgenommen – so geschehen bei Alexander Grote. Ein Industriekooperationsvorhaben von Prof. Dr. Erwin Schwab (FH SWF), bei dem es um 3D-Bildbearbeitung für Roboter in der Automatisierungstechnik geht, brachte ihn vor gut fünf Jahren auf die Idee. So hat er sich im Rahmen seiner Arbeit mit 3D-Bildverarbeitungssystemen in der Produktionstechnik beschäftigt. Konkret beschreibt er darin die Entwicklung einer Methodik zur effizienten Projektierung und Entwicklung von 3D-Bildverarbeitungssystemen im praxisnahen Umfeld des Sondermaschinenbaus. Dies beinhaltet u.a. die Definition eines methodischen Vorgehens, das es einem Entwickler von Produktionsanlagen ermöglicht, die notwendigen Maßnahmen zur Realisierung eines effizienten und effektiven 3D- Bildverarbeitungssystems im Verbund mit dem Produktionssystem zu definieren. In der Praxis kann die von ihm dargestellte Methodik beispielsweise die Voraussetzungen für eine wirtschaftliche Automatisierung der Herstellung von Tragrollen für Fördersysteme schaffen.

Alexander Grote hatte seine Dissertation mit dem Titel, „Integrale Betrachtung zur systematischen Definition von 3D-Bildgebungssystemen in der Produktionstechnik“, im Department Elektrotechnik und Informatik der Naturwissenschaftlich-Technischen Fakultät der Universität Siegen eingereicht. Die Promotionskommission setzte sich aus vier Professoren der Siegener Hochschule zusammen, die nach einem 45-minütigen öffentlichen Vortrag über das Thema der Dissertation die anschließende mündliche Doktorprüfung abnahmen. Prof. Dr.-Ing. E. Schwab, Prorektor für Forschung und Technologietransfer der Fachhochschule Südwestfalen, hatte durch Abschluss eines Kooperationsvertrags mit der Universität Siegen die Möglichkeit der kooperativen Promotion eröffnet und war auch als fachlicher Betreuer des Promovenden seitens der FH eingesetzt. Die Dissertation Alexander Grotes bildet die erste kooperative Promotion der Fachhochschule Südwestfalen mit der Universität Siegen. Prof. Schwab dankte insbesondere den Gutachtern der Universität Siegen, Prof. Dr. P. Haring-Bolivar und Prof. Dr. A. Kolb, sowie den weiteren Mitgliedern der Promotionskommission, Prof. Dr. B. Engel und Prof. Dr. M. Grzegorzek, für das sehr angenehme, kollegiale Miteinander im Rahmen der Promotion.