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Gemeinsam mit FH-Mitarbeiterin Renata Szweda betrachten die Kinder ihre Petrischalen mit Bakterien
Gemeinsam mit FH-Mitarbeiterin Renata Szweda betrachten die Kinder ihre Petrischalen mit Bakterien(Download )
Stolz zeigt Maja Knipps ihre Probe
Stolz zeigt Maja Knipps ihre Probe(Download )
20.10.2016

Bodenanalyse für kleine Forscher

Fachhochschule bietet in Iserlohn Ferienbetreuung für Schüler an

Iserlohn. “Ich habe schwimmende entdeckt“, ist Adam Szweda beim Blick ins Mikroskop ganz begeistert. Heute ist Labor-Tag in der Fachhochschule Südwestfalen und da wird wissenschaftlich untersucht, was zuvor im Wald eingesammelt wurde. Gemeinsam mit dem Labor für Biotechnologie bietet das Familienbüro der Fachhochschule Südwestfalen in dieser Woche eine Ferienbetreuung für Schülerinnen und Schüler von 6 bis 12 Jahren an, an der 11 Kinder sowohl von Hochschulangehörigen als auch Schüler aus Iserlohn und Umgebung teilnehmen.

Mit den unter dem Mikroskop entdeckten schwimmenden Dingen sind Bakterien gemeint. Die Schüler haben gemeinsam mit dem Iserlohner Biologen Tim Graumann in den letzten Tagen im Wald Bodenproben entnommen und auch ein Bodenprofil ausgegraben, um die verschiedenen Schichten zu erkennen. Die  entnommenen Bodenproben wurden anschließend im FH-Labor gewässert und die Wasserspritzer in Petrischalen eingefüllt, wo sich Bakterien bildeten. Heute werden die Proben untersucht und ausgewertet . „Die Kinder sollen lernen, dass im Boden Leben ist, auch wenn es nicht sichtbar ist“, erklärt Graumann, der sich über das große Interesse der Kinder freut: „Es hat noch keiner gemeckert“. Und wenn 11 Nachwuchsforscher erst einmal im Wald graben, finden sich auch noch andere interessante Sachen. „ Wir haben dort einen alten Fahrzeugschein, einen Führerschein und einen Blutspendeausweis gefunden“, berichtet Maja Knipps. Dass sich in unmittelbarer Nähe auch noch ein Knochen fand, beflügelte die Phantasie der Kinder, die schon eine Kriminalgeschichte witterten.

Die gefundenen Dokumente wurde ordentlich der Polizei übergeben und ein krimineller Zusammenhang ließ sich auch nicht feststellen. Seitdem steht die Wissenschaft wieder im Mittelpunkt der Ferienwoche, von der Tom Gräßer lakonisch feststellt: „Schön ist es“.