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Laboringenieurin Anja Kiko (Mitte) analysiert mit Schülern Abwasser im Labor Umweltverfahrenstechnik Foto: Roman Adler, FH Südwestfalen
Laboringenieurin Anja Kiko (Mitte) analysiert mit Schülern Abwasser im Labor Umweltverfahrenstechnik Foto: Roman Adler, FH Südwestfalen(Download )
02.12.2016

Kreislauf des Wassers

Schüler studieren in den Herbstferien Abwasserreinigung im Labor für Umweltverfahrenstechnik

Meschede. Laborkittel und Handschuhe an, Schutzbrille auf – so sah die erste Lektion für acht Jung-Studierende im Labor Umweltverfahrenstechnik der Fachhochschule Südwestfalen in der Mescheder Jahnstraße aus. Die Schüler zwischen zehn und 15 Jahren haben hier die zweite Woche der Herbstferien verbracht, um etwas über den Kreislauf von Wasser und Abwasser zu lernen. Und zwar nicht in der Theorie, sondern unmittelbar in Experimenten und in der praktischen Anwendung – was die Schutzkleidung erklärt.

Weiter ging es im Labor dann mit der Produktion dessen, was unser Wasser verunreinigt. Die Schüler gewannen Duftstoffe, stellten Seife her, mischten Creme und Shampoo.  Die Laboringenieure Anja Kiko und Bastian Obertegger zeigten dann, auf welche Art das entstandene Abwasser wieder soweit gereinigt werden kann, dass die Einleitung in ein Gewässer möglich ist. „Wir haben dazu eine Laborkläranlage in Betrieb genommen und das Wasser vor und nach der Anlage analysiert, um den Reinigungseffekt zu verdeutlichen“, erzählt Anja Kiko. Temperatur, pH-Wert, Nährstoffe, Sauerstoffgehalt - die Teilnehmer lernten messen und analysieren und auch, was die ermittelten Werte bedeuten. Wer dabei war weiß jetzt, wie man Pumpenkennlinien aufnimmt, welchem Zweck der Belebtschlamm dient und wie die enthaltenen fleißigen Mikroorganismen aussehen und arbeiten. Ihr erworbenes Wissen konnten die Schüler dann bei der Besichtigung einer kommunalen Kläranlage testen.

Zur Abwechslung gab es zwischendurch einen Rundgang durch andere Labore der Hochschule und eine Demonstration im Windkanal. „Den Kindern haben am besten die greifbaren Inhalte gefallen, also zum Beispiel die Seife- oder Cremeherstellung“, meint Anja Kiko. Auf der Tafel hinter ihr steht noch ein von einer Teilnehmerin hinterlassenes Lob: „War voll cool hier“. Obwohl die Woche anstrengend war, planen Kiko und Obertegger deshalb ein ähnliches Angebot für die nächsten Sommerferien.