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09.12.2016

Chancen und Risiken des gläsernen Patienten

Letztes Hagener Hochschulgespräch beschäftigt sich am Montag, 12.12., mit der Digitalisierung der Medizin

Hagen. Privatere Daten als jene, die auf dem Chip von Krankenversichertenkarten gespeichert sind, gibt es eigentlich kaum. Natürlich vereinfacht und beschleunigt die elektronische Speicherung von Patientendaten unser Gesundeheitswesen. Aber was, wenn die Daten unsensibel behandelt werden oder sogar in gänzlich falsche Hände gelangen? Diskussionen und Antworten dazu gibt es beim letzten Hagener Hochschulgespräch dieses Semesters am Montag, 12. Dezember.

Die Digitalisierung der Medizin – auch als e-Health bezeichnet – steht für ein zunehmend auf elektronischer Datenverarbeitung basie­rendes Gesundheitswesen. Die Potenziale liegen dabei insbesondere in einer effektiveren Datennutzung bei Vorbeugung, Diag­nose und Behandlung. Die Digitalisierung bringt jedoch auch Her­ausforderungen mit sich.

So hat das Bundesministe­rium für Gesundheit unlängst mit dem „e-Health-Gesetz“ auf die Sicherheitsbedenken eines auf digitalen Infrastrukturen basierenden Gesundheitswesens reagiert. Wie können Bürger von der Digitalisierung des Gesund­heitswesens profitieren? Werden die Krankenversicher­ten durch die elektronische Gesundheitskarte zum glä­sernen Patienten? Wie sicher sind persönliche Daten vor Hackerangriffen und kriminellem Missbrauch? Wer­den künftig Eingriffe durch Operations-Roboter durch­geführt? Zu diesen und weiteren Fragen wird Referent  Prof. Dr. Gernot Marx von der Uniklinik der RWTH Aachen Stellung nehmen.

Der Vortrag beginnt am 12. Dezember um 17.30 Uhr im Audimax der Fachhochschule Südwestfalen, Haldener Str. 182, in Hagen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltungsreihe wird gefördert vom Verein der Freunde der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen e.V., Das komplette Programm der 27. Hagener Hochschulgespräche ist unter www.fh-swf.de zu finden.