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Philipp Stenzel ist der erste Soester Absolvent, der nach Japan geht. Wenn er dort ankommt, beginnt gerade die Kirschblütenzeit. Foto: FH/Pösentrup
Philipp Stenzel ist der erste Soester Absolvent, der nach Japan geht. Wenn er dort ankommt, beginnt gerade die Kirschblütenzeit. Foto: FH/Pösentrup (Download )
18.01.2017

Auslandssemester schafft neue Perspektiven

FH-Student erhält DAAD-Stipendium für ein Jahr in Japan

Soest. Beharrlichkeit zahlt sich aus – das weiß und darüber freut sich jetzt besonders FH-Absolvent Philipp Stenzel. Schon zu Beginn seines Studiums der Elektrotechnik war für ihn klar, er möchte ins Ausland. Nach ein paar Anläufen hat es jetzt geklappt: Unterstützt mit einem Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), geht er Anfang Februar für zwei Semester nach Japan.

Eine gute Vorbereitung ist alles, dachte sich der Soester und lernt bereits seit 2011 japanisch. Zwei Male, jeweils für vier Wochen, war er bereits zu Gast im „Land der aufgehenden Sonne“, alles aus eigener Tasche finanziert. Das hat dem Elektrotechnik-Absolventen aber nicht gereicht, er möchte die Sprache und die Kultur des Landes noch intensiver kennenlernen und bekommt jetzt, mit Unterstützung des DAAD, die Gelegenheit dazu. „Mich hat das Land schon immer fasziniert. Über Freunde habe ich Animes, also in Japan produzierte Zeichentrickfilme, kennen und schätzen gelernt und die Sprache hört sich einfach gut an!“, begründet der 26-Jährige seine Begeisterung für das viele tausend Kilometer entfernte Land. Vor dem Bachelor-Studium absolvierte Stenzel eine Ausbildung zum Elektrotechniker, die einen weiteren Motivationsschub zum Erlernen der fremden Sprache brachte. Da Japan als äußerst innovatives Land gilt, was beispielsweise Elektronik und Automatik angeht, verspricht er sich durch sein Studium dort durchaus mehr. „Mein Ziel ist es, dort beruflich Fuß zu fassen oder noch ein Master-Studium anzuschließen, auf jeden Fall länger als ein Jahr zu bleiben, vielleicht sogar für immer.“

Dieses Stipendium des DAAD soll Studierende naturwissenschaftlicher Fächer ansprechen und ist eigens für Absolventinnen und Absolventen gedacht. Für die Bewerbung um ein Stipendium musste der FH-Student eine Erklärung verfassen, warum es ausgerechnet nach Japan gehen soll, außerdem ein Motivationsschreiben, einen Lebenslauf und ein Gutachten. Dieses stellte ihm Prof. Dr. Andreas Schwung aus, der ihn bereits im Rahmen seiner Bachelor-Arbeit betreute. Nach einem persönlichen Bewerbungsgespräch in Bonn kam dann vor Weihnachten die Zusage. Am 11. Februar geht es los in Richtung Fukuoka. Einen Monat lang dauert dort der Intensivsprachkurs, im Anschluss beginnt das Studium an der Universität Kagawa auf der Insel Shikoku. Vordergründig geht es um das Studium der Sprache, Philipp Stenzel hat sich aber ganz bewusst eine Hochschule mit elektrotechnischem Schwerpunkt ausgesucht. Das Stipendium deckt die Kosten für das Studium ab, beinhaltet einen Reisekostenzuschuss, Kranken- und Pflegeversicherung sowie ein monatliches „Gehalt“. Unterstützt wurde der Student bei der Bewerbung von Sabine Mahlstedt vom Akademischen Auslandsamt der Fachhochschule: „Herr Stenzel ist der erste Soester Absolvent, der für ein Jahr nach Japan gehen kann. Ingenieurwissenschaften und das Interesse an Sprache, das ist schon eine seltene und deshalb umso erfreulichere Kombination.“ Selbst wenn es mit der beruflichen Karriere in Japan nicht klappen sollte, die im Gastland erworbene Sprachkompetenz könne Türöffner für viele attraktive Jobs hier in Deutschland sein. Sie rät allen Studierenden, egal, wie exotisch das Wunschziel für ein Auslandssemester auch ist, es auf jeden Fall zu versuchen und sich entsprechend beraten zu lassen.