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An der Wand sieht man ein Wärmebild von Adrian Kietlinski. Gemeinsam mit Prof. Dr. Anne Wehmeier hält er am Dienstagnachmittag die zweite Vorlesung der Lüdenscheider Kinder-Uni.
An der Wand sieht man ein Wärmebild von Adrian Kietlinski. Gemeinsam mit Prof. Dr. Anne Wehmeier hält er am Dienstagnachmittag die zweite Vorlesung der Lüdenscheider Kinder-Uni.(Download )
09.02.2017

Warum braucht mein Haus eine Jacke?

Dienstagnachmittag (14.2.) startet die Kinder-Uni der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen

Hagen. Wenn es draußen stürmt und schneit, käme wohl niemand ernsthaft auf die Idee ohne Jacke aus dem Haus zu gehen. Denn eine dicke und windddichte Jacke trägt dazu bei, dass die Körperwärme nicht so leicht entweichen und die Kälte nicht so leicht an den Körper herankommen kann. Schützt man Wärme aber nicht vor Kälte, ist es schnell vorbei mit der Wärme.

Bei der ersten Kinder-Uni-Vorlesung am kommenden Dienstag (14.2.) um 16 Uhr im Audimax der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen geht es allerdings nicht wirklich darum, wie man sich bei schlechtem Wetter am besten anziehen sollte. Es geht um Häuser. Der Vergleich passt aber trotzdem gut. Häuser können zwar nicht frieren, aber auch sie können die Wärme, die die Heizung gerade mühsam und nicht ganz preiswert erzeugt hat, ziemlich schnell an ihre Umwelt verlieren. Und dann frieren im schlimmsten Fall die Menschen in den Häusern.

Also wäre es doch prima, wenn es Jacken für Häuser geben würde. „Stimmt“, sagt Prof. Dr. Anne Wehmeier, „und die gibt es. Man nennt das dann allerdings Dämmung.“ Gemeinsam mit ihrem Mitarbeiter Adrian Kietlinski erklärt Anne Wehmeier bei der Kinder-Uni nicht nur, warum es Sinn macht Häuser zu dämmen, sondern auch wie das geht. „Es gibt dafür verschiedene Materialien“, sagt die Professorin, „zum Beispiel Zellulosefasern oder Mineralwolle“. Ein Material taugt allerdings so gut wie gar nicht zur Dämmung. Beton. „Man bräuchte eine über einen Meter dicke Betonwand, um den gleichen Effekt zu bekommen, den man mit zwei Zentimetern Dämmmaterial erzielt“, weiß die Professorin.

Ist ein Haus gut gedämmt, braucht man weniger Energie, um es innen warm zu halten. Einfacher ausgedrückt: Je besser es gedämmt ist, desto weniger Energie verbraucht ein Haus. Aber wer weiß schon genau, wieviel Energie sein Haus verbraucht? „Immer noch viel zu wenige“, sagt Anne Wehmeier, „bei Autos weiß jeder, was sie verbrauchen. Wir müssen dahin kommen, dass das bei Häusern bald auch so ist“. Ob ein Haus viel Wärme nach Außen abgibt, kann man übrigens fotografieren. Bei Menschen geht das auch. Und auch das werden Anne Wehmeier und Adrian Kietlinski bei der Kinder-Uni nicht nur erklären, sondern einfach mal machen.