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 Fotos (2): FH/Pösentrup
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13.02.2017

Die Verbindung zwischen Asien und Europa stärken

190 Studierende aus Jakarta an der Fachhochschule Südwestfalen

Soest. 190 Studierende der Swiss German University (SGU) aus Indonesien sind derzeit an der Fachhochschule Südwestfalen in Soest zu Gast. Sie haben die weiter Reise auf sich genommen, um im Rahmen der Kooperation mit der Universität in Jakarta, in deutschen Unternehmen ihr Praxissemester zu absolvieren. Zur feierlichen Begrüßung kamen prominente indonesische und deutsche Diplomaten ins Soester Audimax.

In Soest geht es viel beschaulicher zu als in der hektischen Millionenstadt Jakarta, das ist den Gaststudierenden bereits bei ihrer Ankunft aufgefallen. Vielmehr kommen sie aber an die Fachhochschule, weil sie den guten Ruf der Studiengänge und die hohe Qualität der Forschung schätzen. Die Kooperation besteht seit der Gründung der SGU im August 2000 als erste private Universität Indonesiens unter europäischem Management, ein Gemeinschaftsprojekt von Deutschland, Schweiz und Indonesien. In dieser Zeit wurden ca. 2500 Studierende für Praxissemester nach Deutschland vermittelt. „Ziel dieser Verbindung ist es, hochqualifizierte Fachkräfte auszubilden und die Verbindung zwischen Asien und Europa zu stärken.“, so  Jürgen Grüneberg, Koordinator der Praxissemester, Vorsitzender des Vereins Swiss German University Westphalia Stiftung e.V. und Gründungsmitglied der SGU. Bedingung für den Studienabschluss in verschiedenen Fachrichtungen, neben den klassischen MINT-Fächern auch Lebensmittel-, Medizintechnik, Touristik-Management und Betriebswirtschaft, ist ein Praxissemester in Europa, was vornehmlich in einem deutschen Unternehmen absolviert wird. So war der „Indonesische Abend“ nicht nur als Willkommensgruß gedacht, zugleich sollte es ein Dankeschön für Vertreterinnen und Vertreter der Unternehmen und Institutionen sein, die bundesweit Praxissemesterplätze zur Verfügung stellen.

Nach den Grußworten von Prorektorin Prof. Dr. Christine Kohring, und Dr. Eckhard Ruthemeyer, Bürgermeister der Stadt Soest, schloss sich Generalkonsulin Wahyu Hersetiati vom Generalkonsulat der Republik Indonesien in Frankfurt an. Sie mahnte die Studierenden zu Disziplin und dazu, ihre Chancen zu nutzen. Als Vertreter der Botschaft der Republik Indonesien in Berlin machte Bildungs- und Kulturattaché Dr. Ahmad Saufi deutlich, wie wichtig es für die Studierenden sei, schon jetzt internationale Kontakte für das spätere Berufsleben zu knüpfen. „Wir schicken sie als Kinder nach Deutschland, aber sie kommen als Erwachsene zurück nach Indonesien“, berichtete Dr. md. Frans Tshai, Vorsitzender des Vorstandes der SGU Jakarta, von den Eindrücken der Eltern. Dr. Norbert Baas, ehemaliger Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Jakarta, stellte abschließend die Gemeinsamkeiten beider Länder heraus, die jeweils eine große Verantwortung für den Zusammenhalt der europäischen Staaten auf der einen und für den Verband Südostasiatischer Nationen (ASEAN) auf der anderen Seite tragen würden.